Enttäuschung nach Neubau:

Spielplatz zeigt Spuren von Zerstörung

Grapzow hat sich einen neuen Spiel-, Rast- und Feierplatz geleistet. Eine Mutter vermisst allerdings etwas im Ensemble.

Im Oktober wurde der neue Spielplatz eingeweiht, erste Schäden sind von den Gemeindevertretern bereits festgestellt worden. 
P. Jasmer Im Oktober wurde der neue Spielplatz eingeweiht, erste Schäden sind von den Gemeindevertretern bereits festgestellt worden. 

Da hat sich die Gemeinde Grapzow nun einen so schicken Spielplatz mit Multifunktion bauen lassen und sich den 65 000 Euro kosten lassen, doch einigen Kindern und Jugendlichen ist das egal. Erste Schäden am Platz wurden in der jüngsten Sitzung der Gewählten aufgezählt. Im Basketballkorb würden statt Bälle Steine geworfen, in der Schutzhütte sei erster Sperrmüll gesichtet worden und trieben Kinder ihr Unwesen. „Wir werden damit wohl leben müssen“, meinte Bürgermeister Berno Heidtschmidt. Das sei von Anfang klar gewesen, reagierte sein Stellvertreter Frank Weinreich. „Im Grunde haben wir doch alle geahnt, dass auf dem Spielplatz auch randaliert wird.“ Wenn jemand beim Demolieren des Platzes beobachtet werde, müssten die Eltern zur Rechenschaft gezogen werden. Weinreich sei sich sicher, dass es weiter Probleme dieser Art geben werde. Doch werde der Platz von anderen gern angenommen.

Die Grapzowerin Cordula Donner beklagte nicht Zerstörung, sie vermisste den Bolzplatz im Gesamtensemble.

„Den Bolzplatz hatten wir noch im ersten Konzept von 2012 vorgesehen. Damals hatten wir noch gehofft, Fördermitteln aus dem Leader-Programm zu bekommen“, klärt Mirko Leddermann vom zuständigen Planungsbüro auf.  Die  flossen aber nicht, das Vorhaben musste abgespeckt werden. Und da Grapzow an einem großen Fußballplatz baute, sei der Bolzplatz herausgenommen worden