Keine Heizung, kein Warmwasser:

Sportler müssen in der BAZ-Halle bibbern

Die BAZ-Halle kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nicht nur, dass der Erwerber die Kaufsumme für das Gebäude noch nicht gezahlt hat. Die Sportler, die dort trainieren, müssen derzeit ohne Heizung oder Warmwasser auskommen. Sie haben die Schnauze voll.

Frank Haase (vorn) und Lorenz Abram trainieren in der BAZ-Halle, doch seit Monaten müssen sie ohne Heizung und warmes Wasser auskommen. Jetzt wurde mit Hilfe des Nordkurier ihr Hilferuf erhört.
Paulina Jasmer Frank Haase (vorn) und Lorenz Abram trainieren in der BAZ-Halle, doch seit Monaten müssen sie ohne Heizung und warmes Wasser auskommen. Jetzt wurde mit Hilfe des Nordkurier ihr Hilferuf erhört.

Sie pfeifen auf Schickimicki. Sie brauchen in ihrer Muckibude nur angenehme Temperaturen und eine warme Dusche. Seit ungefähr 20 Jahren nutzen Frank Haase und die rund rund 40 anderen Mitglieder des Vereins „Fitness Oststadt Neubrandenburg“ die Trainingsräume in der BAZ-Halle an der Hochbrücke. Als Haase nun aber im Nordkurier las, dass der Käufer der Halle Probleme mit der Zahlung der Wasser- und Stromrechnungen hat, da konnte der Sportler nicht an sich halten und machte seinem Ärger Luft.

Seit Monaten gebe es schon kein warmes Wasser mehr und auch die Heizung laufe seit Wochen nicht, in den Trainingsräumen sei es also echt kalt. Und richtig, das Thermometer zeigt nur um die 15 Grad. In den Ecken stehen Heizlüfter. „Dabei hat der Winter noch gar nicht angefangen. Was ist, wenn Frost ist? Dann platzen die Rohre und Holland ist in Not“, sagt Frank Haase. 

Seit einiger Zeit zahle der Verein dem Vermieter nun 200 Euro weniger. Aber das sei auch keine Lösung. „Wir wollen einfach bessere Bedingungen haben“, fordert Vorstandsmitglied Haase, der auch für die Finanzen im Verein zuständig ist.

Auch Mannschaftssportler, die quer übers Feld hetzen, frieren in der BAZ-Halle, so zum Beispiel die Jugend-Spieler vom SV Fortuna ’50 Neubrandenburg. Karsten Neels ist der Trainer. „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie nur noch in langen Klamotten zum Training kommen sollen“, berichtet er. Seit Wochen könne er vormittags auch nicht mehr Kita-Kinder in der Halle betreuen. Es ist einfach zu kalt.

Gute Nachrichten

Für die Sportler in der BAZ-Halle ist klar: So kann es nicht weitergehen. Sie wissen um die Schwierigkeiten des Käufers, der mit den Ratenzahlungen an die Stadt hinterher hinkt. Nichtsdestotrotz zahlen sie aber ihrerseits Hallenmiete und fordern dementsprechend eine intakte Sportstätte.

Für die Sportler in der BAZ-Halle gibt es aber gute Nachrichten: Laut Dirk Schwabe haben sich das SIM und der Käufer in der vergangenen Woche geeinigt. Die Sportler sollen es ab Montag wieder warm haben, sowohl in den Räumen selbst als auch unter der Dusche. Die Stadtwerke hatten wegen ausstehender Zahlungen die Versorgung gekappt. Jetzt wird wieder angeklemmt.

Wer für die Kosten aufkommt, lässt Dirk Schwabe offen, erklärt jedoch, dass sich die Stadt im Gespräch mit anderen Kaufinteressenten für die BAZ-Halle befände. Der Käufer hatte kürzlich angedeutet, sich von der Halle trennen zu wollen, weil er sich „verkalkuliert“ hätte. Dass die Stadt die Halle vielleicht in den eigenen Bestand zurücknimmt, davon ist allerdings keine Rede.

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Kommentare (1)

Mietern von Wohnungen ist es möglich bei völligem Heizungsausfall und fehlendem Warmwasser einfach mal die Miete um 100% zu mindern und damit sogar gute Aussichten vor einem Gericht zu haben wenn der Vermieter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Oder gibt es solch einen Anspruch auf eine funktionerende Heizung nicht bei Mietverträgen über Freizeiteinrichtungen?