Polizei-Einsatz:

Sportliche Verfolgungsjagd nach Unfall

In Neubrandenburg ist es zu einem schweißtreibenden Polizei-Einsatz gekommen. Den längeren Atem hatte am Ende das Gesetz.

Ein Freund und Helfer benötigte selbst Unterstützung und bekam sie prompt.
Friso Gentsch Ein Freund und Helfer benötigte selbst Unterstützung und bekam sie prompt.

Neubrandenburger Polizisten sind sportlich und clever, wie ein Einsatz am Freitag in der Ihlenfelder Vorstadt gezeigt hat. In der Prenzlauer Straße war es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem 22-jährigen Radfahrer gekommen.

Dieser stürzte, blieb aber unverletzt, der Sachschadn betrug rund 100 Euro. Die beiden Beteiligten vereinbarten, dass der Radfahrer dem Auto der Pkw-Fahrerin bis zu deren Wohnung folgt, die ganz in der Nähe ist, um dort alles Weitere zu klären, so die Polizei.

Der Radfahrer machte sich jedoch in unbekannte Richtung davon. Die Polizei war kurze Zeit später mit der Autofahrerin am Unfallort. Dort tauchte dann plötzlich der Flüchtige auf, wurde von der Polizei angesprochen und machte sich erneut aus dem Staub - über einen Sandweg in Richtung Cölpiner Straße.

15-Jähriger hilft Polizisten aus

Ein 31-jähriger Polizist fragte daraufhin einen etwa 15-jährigen Jungen, der sich auf einem angrenzenden Spielplatz aufhielt, ob er kurz sein Fahrrad nutzen könne. Der Junge war einverstanden.

Der Beamte nahm die Verfolgung mit dem schon etwas älteren Herrenrad auf. Nach einer Verfolgungsfahrt von rund 800 Metern konnte er den Radfahrer in der Cölpiner Straße stellen. Jetzt wird gegen ihn ermittelt wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

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