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„Sprungschanze“ ist entschärft

VonAnett SeidelTagsüber herrschte Totenstille auf der Baustelle. Aber in der Nacht rückten die Gleisbauer mit großer Technik an, um den Bahnübergang bei ...

Der Bahnübergang bei Woggersin bekam jetzt seinen letzten Schliff. Ab heute 7 Uhr ist wieder freie Fahrt.  FOTO: Anett Seidel

VonAnett Seidel

Tagsüber herrschte Totenstille auf der Baustelle. Aber in der Nacht rückten die Gleisbauer mit großer Technik an, um den Bahnübergang bei Woggersin zu erneuern. Ab heute ist freie Fahrt.

Woggersin.„Schiene, Schotter und Schwellen“, bringt es Fred Röwer, Geschäftsführer der Gleisbau MV GmbH, auf den Punkt, wenn er nach den Arbeiten am Bahnübergang bei Woggersin gefragt wird. Der Oberbau sei dort in den vergangenen Tagen erneuert worden. Die Gleisbauer sind seit Dienstag vor Ort und geben die Straße heute morgen wieder für den Verkehr frei. „Wir haben bis auf den letzten Tag ausschließlich nachts gearbeitet“, sagt Fred Röwer. So einige Anwohner dürfte es gewundert haben, dass sich tagsüber auf der Baustelle nichts bewegte. „Der Bahnverkehr musste tagsüber laufen“, begründet Fred Röwer. Deshalb sei das Bauen am Tag nicht möglich gewesen. Nachts rückten die Gleisbauer indes mit schwerer Technik an. Im Auftrag der Deutschen Bahn wurde der Bahnübergang der Landstraße angepasst. Die bis dahin oft kritisierte „Sprungschanze“ am Bahnübergang dürfte nun zumindest etwas entschärft sein.
60 Meter Strecke haben die Gleisbauer jeweils links und rechts des Bahnübergangs erneuert. Gestern rückte der Asphaltierbetrieb Prenzlau an und sorgte für den letzten Schliff auf der Baustelle bei laufendem Bahnbetrieb. In und aus Richtung Lübeck hat die Bahn ein- bis zweimal die Stunde die Baustelle passiert. Für die Mitarbeiter der GF Gleisbau MV aus Neustrelitz ist das Alltag. Notwendig wurden die Bauarbeiten, weil der Oberbau durch den laufenden Verkehr stark beansprucht worden ist. Nicht die Bahn habe dem Bahnübergang zugesetzt, sondern die Fahrzeuge auf der Landesstraße. Die mussten während der Bauarbeiten einen Umweg über Zirzow in Kauf nehmen. Auch der Schleichweg aus Neubrandenburg über den Klöterpottsweg ist derzeit gesperrt. Dort baut die Gemeinde einen Weg aus (der Nordkurier berichtete).

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