Wie weiter nach dem Abriss des Radisson Blu?:

Stadt will auch künftig ein Hotel in der Innenstadt

Die Fläche südlich des Marktplatz soll neu überplant werden. Die Stadt will aber Grundbedingungen für die künftige Bebauung mit Handel, Gastronomie und anderen Einrichtungen festlegen.

Der graue Betonklotz des Radisson Blu soll nach dem Willen der Hotelquartier-Investoren abgerissen werden. Aber entsteht beim Umbau dieses Areals ein neues Hotel? Die Stadt hat ein starkes Interesse daran.
Ingmar Nehls Der graue Betonklotz des Radisson Blu soll nach dem Willen der Hotelquartier-Investoren abgerissen werden. Aber entsteht beim Umbau dieses Areals ein neues Hotel? Die Stadt hat ein starkes Interesse daran.

Die Stadt möchte die Kontrolle über das sogenannte Hotelquartier behalten. So wird die Fläche zwischen Marktplatz und Konzertkirche bezeichnet, die in diesem Sommer von Investoren aus Leipzig und Hamburg gekauft wurde. Ihr Plan: Abriss des jetzigen Radisson-Blu-Hotels und die Bebauung mit neuen Gewerbeflächen zum Marktplatz hin und möglicherweise die Errichtung eines neuen Hotels, dann allerdings in Richtung Konzertkirche. Letzteres ist aber noch unsicher und laut Aussage der Investoren einzig und allein davon abhängig, ob sie eine Hotelkette finden, die ein Hotel an diesem Standort dann wirtschaftlich betreiben kann und möchte.

Nun soll im Rathaus ein Bebauungsplan erarbeitet werden, der grundlegende Dinge für das Quartier regelt. Besonderes Augenmerk gelte dem Erdgeschoss der Marktseite, die beste Voraussetzungen für Gastronomie und Einzelhandel biete, wie es im Beschlussvorschlag des Rathauses heißt. Insbesondere soll die Ansiedlungen von Fachgeschäften mit Verkaufsflächen von mehr als 400 Quadratmetern unterstützt werden. Hier gebe es noch Bedarf in der Innenstadt. Auch eine Nutzung als Hotelstandort soll auf dieser Fläche möglich sein – mit einer Option für den Bau einer Tiefgarage. Außerdem sollen dort Büros, Vergnügungs-, Kultur-, Gesundheits-, Sozial- und Sporteinrichtungen möglich sein.

"Drei Sterne wären zu wenig"

Der Neubau eines Hotels in der Stadtmitte liegt den Stadtvertretern aber besonders am Herzen – quer durch alle Fraktionen. Die bislang eher vorsichtigen Bemerkungen der Investoren in diese Richtung machen ihnen aber noch nicht viel Mut.

SPD-Fraktionschef Roman Oppermann erklärte im Stadtentwicklungsausschuss, dass man unbedingt ein Hotel in der Stadtmitte brauche, gerade wenn man im HKB künftig ein Veranstaltungs- und Kongresszentrum betreiben möchte.

Nach Ansicht des Ausschussvorsitzenden Marco Messner wäre es „fatal“, wenn es in der Innenstadt kein Hotel mehr gebe. Er könne sich aber ein sehr großes Interesse von Hotelketten vorstellen. 

Für Christina Brehmer, die als sachkundige Einwohnerin für die Linken im Stadtentwicklungsausschuss mitarbeitet, ist auch die Qualität wichtig. Mindestens der Standard des jetzigen Radisson Blu müsse wieder einziehen. „Drei Sterne wären mir zu wenig“, sagte sie.

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