Pläne für Trollenhagen:

Stadt will Flughafenanteile übertragen

Im Rathaus gibt es Pläne, den Flughafen teilweise an die Stadtwerke zu verkaufen. Gleichzeitig will die Stadt weiter nach Investoren suchen.

Die Stadt Neubrandenburg will Anteile am Flughafen Trollenhagen an die Stadtwerke übertragen.
Hartmut Nieswandt Die Stadt Neubrandenburg will Anteile am Flughafen Trollenhagen an die Stadtwerke übertragen.

Noch hält die Stadt selbst 56,3 Prozent der Gesellschafteranteile an der Flughafen Neubrandenburg Trollenhagen (FNT) GmbH. Davon sollen 26,3 Prozent an die Neu.sw gehen. Weitere Gesellschafter sind der Landkreis (30 Prozent), die Gemeinde Trollenhagen (1,4 Prozent) und die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (12,3 Prozent). Letztere sind eine Tochtergesellschaft von Neu.sw, so dass die Stadtwerke schon indirekt Erfahrungen mit der Rolle als Gesellschafter der defizitären FNT haben.

Außerdem will die Stadt weiter nach gewerblichen Investoren suchen, um die Flughafen GmbH weiterführen zu können. Die Beteiligung der Stadt soll vorerst befristet bis 2016 festgeschrieben werden.

Nur fünf Minuten Lesepause für die Pläne

Diese Pläne wurden den Stadtvertretern jetzt als eilige Tischvorlage im Hauptausschuss präsentiert. Die Abgeordneten taten sich allerdings schwer damit, die Beschlussvorlage weiter in die Fachausschüsse zu verweisen. Fünf Minuten Lesepause erschien ihnen dann doch etwas zu gering. "Es ist sehr schwer, das so schnell zu entscheiden, ohne qualitativ prüfen zu können, ob auch andere Wege möglich sind", so SPD-Fraktionschef Roman Oppermann. Dieter Kowalick (Linke) meinte, hier sollen "mit einem Handstreich" Geschäftsanteile an die Stadtwerke übertragen werden. Erst müsste sich der Aufsichtsrat damit befassen.

Trotzdem wurde das Papier in die Ausschüsse verwiesen, damit es dort eingehend diskutiert werden kann. Beschlossen ist damit noch nichts.

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Kommentare (1)

Damit der Pleite Flughafen nicht mehr sofort in den Büchern im Haushalt der Stadt auftaucht, und damit der Bürger sofort sich unterrichten kann was der Flughafen ihn kostet, wird er einfach wie immer in solchen Fällen an ein Unternehmen der Stadt verkauft. Diesmal trifft es die NEUSW. Nur sie ist mit ihrem Gewinn, erzielt hauptsächlich aus dem Verkauf von Strom und den in der Stadt ja nun zwangsweisen Kabelanschluss, in der Lage die Pleite im Konzernverbund zu verhindern. Ob das aber auf Dauer gut geht ist zu Bezweifeln. Beim Strom sind kaum noch Erhöhungen drin und im Grundtarif wird der Verbraucher mit 29 Cent je KWH schon richtig abgezockt. Der wirkliche Skandal ist aber das unser Oberster Provinzfürst Dr. Krüger den Plan so kurzfristig dem Hauptausschuss vorlegt das dieser sich binnen 5 min einen Überblick verschaffen soll. Ich stimme da Ausnahmsweise mal der Linken und SPD zu. So ein Plan muss gründlich geprüft und von unabhängigen Sachverständigen begutachtet werden. Ich habe Verständnis das der ÖPNV von der NEUSW subventioniert wird, aber es muss kein Flughafen sein. Bitte lest doch mal nach im Buch der öffentlichen Steuerverschwendungen. Ich stelle es gerne zu Verfügung.