Sachbeschädigung in Reinberg:

Steinwurf ruft Staatsschutz auf den Plan

Der Schaden ist gering. Da sich das Delikt aber vielleicht gegen Flüchtlinge richtete, zieht es weitere Kreise.

Eine eingeworfene Scheibe lässt die Polizei in Reinberg aufhorchen. Denn das Ziel ist politisch brisant.
Roland Weihrauch Eine eingeworfene Scheibe lässt die Polizei in Reinberg aufhorchen. Denn das Ziel ist politisch brisant.

Bisher ist die Region Altentreptow verschont geblieben. In anderen Orten gab es in jüngster Zeit immer mal wieder Sachbeschädigungen an oder Angriffe gegen Wohnhäuser, in denen Asylbewerber untergebracht sind oder die als Unterkunft für Flüchtlinge angeboten werden. Ob es jetzt hier auch den ersten Fall gibt, steht noch nicht fest, aber zunächst hat der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg nach einer Sachbeschädigung in Reinberg die Ermittlungen übernommen, teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg am Donnerstag mit.

Polizei sucht Zeugen

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag eine Fensterscheibe eines Mehrfamilienhauses in Reinberg durch einen Steinwurf beschädigt, heißt es in der Mitteilung. Nach bisherigen Erkenntnissen sei in dem Haus eine Wohnung als Unterbringung für Flüchtlinge vorgesehen. Die Tatzeit muss laut Polizei zwischen 18 Uhr am Mittwochabend und 8 Uhr am Donnerstag liegen. Dabei wurde die Außenscheibe der Thermoverglasung eingeworfen. Der Sachschaden blieb zwar mit etwa 300 Euro gering. Da aber eine politisch motivierte Tat derzeit nicht ausgeschlossen werden könne, sei der Staatsschutz zuständig.

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden von der Polizei gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter Telefon 0395 55822224, die Internetwache der Landespolizei unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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