Aufgerissene Waldwege behindern Spaziergänger:

Stolpergefahr im Mühlenholz

Wer lange nicht Richtung Hinterste Mühle gewandert  ist, wird sich verwundert die Augen reiben. Hier sind viele Bäume verschwunden, vor allem Eschen. Auch die Wege wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen.

Die Abholzung hat auch auf dem Wanderweg Richtung Hinterste Mühle Spuren hinterlassen. Er soll aber in den nächsten Tagen glatt geschoben werden.
Bärbel Gudat Die Abholzung hat auch auf dem Wanderweg Richtung Hinterste Mühle Spuren hinterlassen. Er soll aber in den nächsten Tagen glatt geschoben werden.

Fahrrad fahren für kleine Leute ist derzeit auf einem Abschnitt durchs Mühlenholz kaum möglich. Auch Läufer müssen genau hinschauen, um nicht umzuknicken. Den Kinderwagen aus der Stadt Richtung Hinterste Mühle zu schieben, verlange einiges an Kraft, sagt eine junge Mutter. Ihr sechsjähriger Sohn könne derzeit nicht mit seinem Fahrrad nebenher fahren, was bis vor Kurzem durchaus möglich war.

Doch dann begannen die Abholzungen. Der Wanderweg ist durch Rückefahrzeuge aufgewühlt. Das soll jedoch nicht so bleiben. Neubrandenburgs Stadtförster Carsten Düde versichert: Wenn der Weg abgetrocknet ist, wird er wieder geglättet. Das passiere in den nächsten Tagen. Es sei außerdem geplant, nach dem Abschluss der Arbeiten den Weg wieder vernünftig zu bauen. Noch muss die abgeholzte Fläche jedoch abgeräumt werden. Es sei allerdings nicht so einfach, dafür eine Firma zu finden.

Kronen, Strauch und Holzreste liegen gegenwärtig wild durcheinander. Die Fläche zwischen Weg und Kleingartenanlage ist ziemlich nass. „Man muss schon aufpassen, dass die Maschine nicht plötzlich verschwindet“, meint der Stadtförster augenzwinkernd. Die eingesetzten Maschinen seien mit breiten Ketten ausgestattet gewesen, um so wenig wie möglich den Boden kaputt zu fahren. Aber ganz zu verhindern seien Spuren auf dem Weg nicht. Trotz eingesetzter Pferde für Rückearbeiten. Später soll die gesamte Fläche mit Roterlen wieder aufgeforstet werden.

Alle Eschen auf der Fläche mussten gefällt werden. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben gewesen, sagt Carsten Düde. Die Bäume seien dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen. Eine Krankheit, die zurzeit in ganz Mitteleuropa grassiere. Sie wird von einem Pilz verursacht. Durch verstopfte „Leitungsbahnen“ trocknen die Triebspitze und der Wurzelbereich der Esche aus. Dadurch besteht die Gefahr, das die Eschen einfach umkippen. „Auf der einen Seite haben wir den Wanderweg und auf der anderen die Gartenanlage. Die Eschen mit einer Höhe von 35 bis 40 Meter hätten beim Umfallen eine Gefahr für die Spaziergänger und Kleingärtner dargestellt“, erläutert Düde.

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