Neubrandenburg kommt glimpflich davon:

Sturm Niklas hält Feuerwehr in Atem

Jede Menge zu tun hatten die Helfer wegen des starken Unwetters. Meist blieb es bei geringen Schäden, aber nicht überall.

Überall in der Region hatten Feuerwehren Windbruch zu beseitigen.
André Gross Überall in der Region hatten Feuerwehren Windbruch zu beseitigen.

Das ging zum Glück glimpflich ab: Der Sturm Niklas hat in Neubrandenburg und Umgebung keine gravierenden Schäden hinterlassen. Im gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurde niemand verletzt, teilte die Kreisverwaltung mit. Auch der Rettungsdienst musste zu keinem Einsatz ausrücken, der mit dem Wetter zusammenhing, hieß es weiter.

Insbesondere für die Feuerwehrleute war es jedoch keine geruhsame Nacht. Die Neubrandenburger Berufsfeuerwehr hatte am Dienstagabend und Mittwochmorgen etliche Einsätze, erklärte Feuerwehr-Chef Frank Bühring. So mussten sich die Kameraden unter anderem am Dienstagabend gegen 20.30 in der Burgholzstraße auf die Jagd nach einem Folienzelt-Gewächshaus machen. Der Sturm hatte das etwa 20 Quadratmeter große Häuschen losgerissen und trieb es durch die Gegend. Die Feuerwehrleute konnten es jedoch schnell wieder einfangen. Am Mittwochmorgen sicherten die Kameraden dann noch ein Werbebanner an der ATU-Werkstatt in der Woldegker Straße, das wegzufliegen drohte.

Wurzelballen drückt Gebäude hoch

Mehrfach mussten die Einsatzkräfte zudem Bäume beseitigen, die auf die Straße gekracht waren. Kurz nach 21 Uhr war dies am Tannenkrug der Fall, gegen 22 Uhr haute der Sturm auch im Reitbahnweg eine Pappel auf die Fahrbahn. Am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr waren die Feuerwehrleute dann noch mal in der Monckeshofer Straße gefordert, um einen Baum wegzuräumen. Bei all diesen Vorfällen gab es jedoch keine größeren Schäden.

An zwei Stellen ging es aber nicht so glimpflich ab: In der Johannesstraße beschädigte am Dienstagabend ein umstürzender Baum ein abgestelltes Fahrzeug. Eine Schadenshöhe ist aber nicht bekannt. Und auf dem Zeltplatz Gatsch Eck schaffte es der Sturm, eine hoch gewachsene Kiefer auf dem Wirtschaftshof umzukippen. Während der Baum auf der einen Seite gegen einen Schuppen kippte und das Dach beschädigte, drückte der Wurzelballen auf der anderen Seite ein Gebäude etwas hoch. Auch hier gibt es keine Angaben, wie teurer es wird.

Es gab keine Unfälle wegen des Wetters

Eine erhöhte Alarmstufe und die Einbeziehung der Freiwilligen Feuerwehr seien jedoch nicht notwendig gewesen, erklärte Bühring. Auch aus Sicht der Polizei ging die Sturmnacht glimpflich ab. Es gab keine wetterbedingten Unfälle, erklärte Verena Splettstößer, Sprecherin der Polizeiinspektion. Einzig nennenswerter Vorfall in diesem Zusammenhang: Am Dienstagabend hatte der starke Wind einem Autofahrer in der Einsteinstraße die Autotür aus der Hand gerissen, die gegen einen benachbarten Pkw knallte. Der Schaden wird mit 50 Euro angegeben.

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