Ermittlungen abgeschlossen:

Syrer gesteht sexuelle Übergriffe im Bus

Die Polizei hatte ihn vor den Augen der anderen Fahrgäste festgenommen, weil er Frauen angefasst hat. Droht dem Neubrandenburger Busgrapscher nun eine Anklage?

In gleich mehreren Fällen hat der Mann Frauen im Bus auf den Oberschenkel gefasst.
Jens Kalaene In gleich mehreren Fällen hat der Mann Frauen im Bus auf den Oberschenkel gefasst.

Die Neubrandenburger Polizei hat ihre Ermittlungen im Fall der sexuellen Belästigungen in Bussen jetzt abgeschlossen. Dem mutmaßlichen Täter wird "Beleidigung auf sexueller Grundlage" in 15 Fällen vorgeworfen, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag erklärte. Es handele sich um einen 41-jährigen Syrer, der bei Neubrandenburg wohnt und im Januar auf frischer Tat gefasst worden war. Er habe die Taten eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft entscheide nun, ob Anklage erhoben oder ein Strafbefehl beantragt wird. Straftaten dieser Art seien ansonsten sehr selten.

Der Mann soll sich den 17 bis 38 Jahre alten Frauen seit Dezember nachmittags aufdringlich genähert und sie zum Teil unerlaubt angefasst haben. Betroffen waren erst acht Frauen, die in Stadtbussen unterwegs waren. Nachdem der Verdächtige mit Hilfe eines Busfahrers ertappt worden war, hätten sich weitere Opfer gemeldet. Auf "Beleidigung auf sexueller Grundlage" steht laut Staatsanwaltschaft Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

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Kommentare (1)

So wie ich unsere Justiz inzwischen wahrnehme, wird es im vorliegenden Fall auf eine Geldstrafe hinauslaufen. Die zahlt dann die Sozialbehörde. Daher meine ich: Man gebe dem Mann eine zweite Chance. Dies mag zwar zu weiteren Opfern führen, schafft aber vielleicht die Grundlage zu einer strafrechtlichen Verurteilung, welche eine Abschiebung zulässt. Hans Schommer Hohenbollentin