Sorgenkind BAZ-Halle:

Tanzen und Feiern für immer Geschichte?

In der Halle am Rande der Neubrandenburger Oststadt sind die Partys vorbei. Zwischen Käufer und der Stadt bestehen die Probleme rund ums Geld aber weiter. 

Die BAZ-Halle unterhalb der Hochbrücke hat einen enormen Sanierungsbedarf. Der Eigentümer würde sie deshalb gern wieder verkaufen. 
A. Brauns Die BAZ-Halle unterhalb der Hochbrücke hat einen enormen Sanierungsbedarf. Der Eigentümer würde sie deshalb gern wieder verkaufen. 

In der BAZ-Halle an der Hochstraße werden vorerst keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Kein Tanz, keine Party, nichts. Der Grund: In der Halle müssten umfassende Sanierungen durchgeführt werden, um vorgegebene Auflagen zu erfüllen. Schon die letzte Party Anfang Oktober – nach der Sommerpause – wurde spontan ins nebenan liegende Colosseum verlegt.

So hatte sich das Norbert Lüder nicht vorgestellt. Der Geschäftsführer vom Colosseum hatte die BAZ-Halle 2011 von der Stadt gekauft – wenngleich der komplette Kaufpreis bis jetzt nicht gezahlt wurde. Diese Tatsache war bereits im April öffentlich geworden. Damals hatte die Stadt Neubrandenburg bestätigt, dass es Rückstände gebe und auch im Kaufvertrag vereinbarte Sanierungspflichten noch nicht erfüllt seien.

Umfangreicher Umbau nötig

Bis heute hat sich daran nichts geändert, wie sowohl Dirk Schwabe vom Städtischen Immobilienmanagement (SIM) als auch Norbert Lüder einräumen. Und auch hinsichtlich der Ratenzahlungen bestünden Rückstände – von den ausstehenden Sanierungen ganz zu schweigen. Aber für Tanzveranstaltungen bräuchte die BAZ-Halle beispielsweise einen Raucherraum und einige Wände müssten gezogen werden. 

Dass in der BAZ-Halle durchaus etwas getan werden muss, das habe er vor dem Kauf gewusst, aber der Umfang habe seine Vorstellungen leider übertroffen. Norbert Lüder sagt, dass das finanziell für ihn nicht zu leisten sei.

Sportvereine nutzen Halle nach wie vor

Allerdings würden immer noch Sportvereine die BAZ-Halle nutzen. Für sie bestehe keine Gefahr, sprich die Verkehrssicherheit sei für die Trainingsstunden gewährleistet, versichert Norbert Lüder. Unter der Woche sei die Halle nachmittags auch gut ausgelastet, fügt er hinzu. Nichtsdestotrotz möchte er noch mehr Sportvereine für die BAZ-Halle begeistern.

"Ein Minusgeschäft"

Doch Norbert Lüder räumt ein, dass er sich mit der BAZ-Halle verkalkuliert hat. Von Gewinnen könne keine Rede sein. Er müsse monatlich sogar was drauf packen. „Ein Minusgeschäft also“, sagt er resigniert. „Am besten wäre es wirklich, wenn ich einen Käufer für die Halle finde“, fügt er hinzu.

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