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Telefon bleibt mehrere Tage tot

Im abgelegenen Galenbeck musste eine Familie nach einem Kabeldiebstahl auf ihr Telefon verzichten. Jetzt haben sie den Nordkurier um Hilfe gebeten. Sie waren quasi von der Außenwelt abgeschlossen, denn der Handyempfang ist vor Ort ebenfalls dürftig.

Ein Galenbecker Paar wusste sich keinen anderen Rat als den Nordkurier einzuschalten. Ihr Telefon war seit Tagen tot und die Telekom hatte zunächst überhaupt nicht reagiert. Aber plötzlich ging alles sehr schnell. 
Anett Seidel Ein Galenbecker Paar wusste sich keinen anderen Rat als den Nordkurier einzuschalten. Ihr Telefon war seit Tagen tot und die Telekom hatte zunächst überhaupt nicht reagiert. Aber plötzlich ging alles sehr schnell. 

Wie am A... der Welt fühlt sich derzeit ein Paar aus Galenbeck. „Unser Telefon ist tot“, sagt Emil Reder. Seit einem Kabeldiebstahl herrscht Ruhe in der Leitung. „Wir haben seit 12. November keinen Anschluss“, schimpfen die beiden Galenbecker.

Dabei hat Emil Reder die Telekom immer wieder über sein Problem informiert. Selbst das sei in dem abgelegenen Ort an der Kreisgrenze gar nicht so einfach, wie er betont. Der 80-Jährige kann nicht einfach zum Handy greifen und telefonieren. Nein, damit der Empfangspegel überhaupt ausschlägt, muss er mit seinem Mobiltelefon das Haus verlassen und genau jenen Punkt finden, wo sein Handy auf Empfang geht.

Selbst nach Neubrandenburg ist Emil Reder bereits gefahren, um persönlich bei dem Telefonanbieter vorzusprechen. Abhilfe wurde versprochen, ein Monteur werde sich des Problems annehmen. Doch es rührt sich nichts. „Wir sind alte Leute und auf das Telefon angewiesen – das muss funktionieren. Inzwischen bin ich richtig verärgert über das Verhalten der Telekom“, schimpft der Rentner. Andere Nachbarn im Ort können mit ihrem Telekom-Anschluss telefonieren, nur bei ihnen tue sich nichts.

Erst am Freitag ist der Fehler beseitigt

Am Mittwochnachmittag hat sich der Nordkurier mit der Medienabteilung der Telekom in Verbindung gesetzt. Ein Verantwortlicher meldet sich und empfiehlt die Sache „in die Recherche“ zu geben. Gesagt, getan. Alle Angaben des Kunden sind dafür erforderlich. Die Maske ist leicht zu bedienen und übersichtlich. Am Mittwoch lässt die Telekom nichts mehr von sich hören. Na gut, bis Donnerstag sollte man den Mitarbeitern Zeit geben. Doch am Donnerstag rührt sich ebenfalls nichts. Wieder die nette Stimme, die sich auch sofort im eigenen Unternehmen nach dem Recherchestand erkundigt. Der Mann ist bemüht. Allerdings kann er keine befriedigende Antwort liefern: „Unser Mitarbeiter ist dran, er hat ihre Daten und wird sich sofort melden, wenn er mehr weiß.“ Ja, und so bleibt das Galenbecker Paar auch am Donnerstag ohne Telefonanschluss.

Den Freitag lässt die Telekom dann nicht mehr verstreichen, sondern wird aktiv. Der Fehler ist gefunden worden, meldet sich Vera Leibitzki am Telefon. „Wir sind froh, dass unser Telefon wieder funktioniert.“ Woran es letztlich gelegen hat, dass die Galenbecker so lange ohne Anschluss blieben und warum der Fehler nicht sofort behoben wurde, dazu gibt es von der Telekom aber keine Informationen.