Innendienstler wehren sich :

Telekom-Mitarbeiter bangen um Standort

Bei der Telekom in Neubrandenburg stehen 32 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Oder die Beschäftigten müssten wesentlich längere Wege in Kauf nehmen.

Die Mitarbeiter stemmen sich gegen die Schließung ihrer Filiale.
Susanne Schulz Die Mitarbeiter stemmen sich gegen die Schließung ihrer Filiale.

Mit einer Protestaktion in der Mittagspause haben sich am Freitag die Mitarbeiter der Neubrandenburger Telekom-Niederlassung für den Weiterbetrieb des Standorts stark gemacht. Mit der geplanten Schließung aller Filialen in Mecklenburg-Vorpommern befürchten die Beschäftigten im technischen Kundendienst einen schleichenden Stellenabbau.Die nächstgelegenen Standorte befinden sich erst in Berlin und Hamburg.

Schon jetzt pendeln Kollegen aus bis zu 60 Kilometer Entfernung nach Neubrandenburg. So auch Harald Zunk, der in der Uckermark zu Hause ist: „Die Telekom will ein umweltbewusstes Unternehmen sein. Damit verträgt es sich nicht, wenn die Mitarbeiter weite Strecken zur Arbeit fahren“, macht Harald Zunk geltend.

Mit dem Protest solidarisieren sich auch Außendienstler wie Frank Heklau. „Wir sind auf die Kollegen im Innendienst angewiesen, um unseren Job beim Kunden zu machen“, sagt er und fragt außerdem nach der Perspektive für junge Leute.

Betriebsrat Uwe Koepsel hofft, mit dem Widerstand Druck auf die Unternehmensführung aufbauen zu können. Die Telekom will von derzeit 153 Standorten bundesweit 130 schließen. In Neubrandenburg stehen 32 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Ziel der Gewerkschaften ist es Koepsel zufolge, in Mecklenburg-Vorpommern sowie im Nachbarland Schleswig-Holstein zumindest je einen Standort zu erhalten.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung