Premiere gefeiert:

Theaterflöhe machen die Welt bunt

Jeder lebt für sich allein: Gelb, blau, rot oder grün. Und nur die eigene Farbe zählt. Bis nur die allein zu langweilig wird. Wie aber kann die Welt bunt und tolerant werden?

"Bunt ist die Welt" - so bunt wie am Schluss des Stücks die "Theaterflöhe": So wunderbar bunt kann Toleranz sein.             
Hartmut Nieswandt "Bunt ist die Welt" - so bunt wie am Schluss des Stücks die "Theaterflöhe": So wunderbar bunt kann Toleranz sein.  

Nur gelb ist richtig, blau ist gelogen, rot ebenso und grün erst recht. Das ist die Lebensphilosophie der Gelben im Gelben Land. Die Blauen, Roten und Grünen haben ihre jeweils entsprechende Weltanschauung: Nur sie selbst und ihre Farbe sind das einzig Wahre auf diesem Erdenrund. Bis der kleinen grünen Pfefferminza das alles nicht mehr passt, weil ihr das einfach zu langweilig ist, sie will nicht mehr nur grün sein. Ist das der Anfang für einen Farben-Krieg?

Dieses Stück Weltpolitik holt Heidrun Klembt für die letzte 2013er-Premiere der Gesellschaft der Liebhaber des Theaters (GLT) Neubrandenburg auf die Bühne. Und die vielen Zuschauer sind gespannt: Steht am Ende dieses Konflikts der Untergang aller Farben oder ist er der Anfang einer bunten Welt, in der es alle Farben gibt? In der es heißt: Alle Farben sind schön.

Der Titel des Stücks "Bunt ist unsere Welt" nimmt die Lösung schon ein bisschen vorweg. Aber wie bringt Heidrun Klembt das so über die Bühne, dass es die Zuschauer berührt? Erst einmal durch die elf sechs- bis elfjährigen jungen Schauspieler der GLT-Kindergruppe "Theaterflöhe", die sich mit Hingabe und Spaß fast die Seele aus dem Leib spielen. Weiterhin durch die passgenaue Bühnendeko und drittens mit Hilfe der Musik zum Stück. So ist es kein Wunder, dass die letzte der acht Premieren der Gesellschaft dieses Jahres gelingt. Was schon der stürmische Beifall zeigt.

Wer die Premiere verpasst hat, kann sich eine weitere Aufführung des Stückes am Montag, dem 16. Dezember, um 15.30 Uhr im Theaterraum der GLT in der Mlada-Boleslaver-Straße 1 ansehen.