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Tierheim hat neuen Betreiber

Im Streit um das Asyl für Vierbeiner in der Viertorestadt ist das monatelange Geduldsspiel jetzt beendet.

Die Hinterste Mühle gGmbH ist der neue Tierheim-Betreiber.
Bärbel Gudat Die Hinterste Mühle gGmbH ist der neue Tierheim-Betreiber.

Die Würfel sind gefallen: Das Neubrandenburger Tierheim in der Bergstraße hat ab 1. April einen neuen Betreiber. Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens erhielt die Hinterste Mühle gGmbH den Zuschlag.

Insgesamt haben sich drei Bieter beworben, unter ihnen auch der Tierschutzverein Neubrandenburg – der langjährige Betreiber des Asyls für Vierbeiner. Gegenwärtig bereitet die Stadtverwaltung einen nahtlosen Übergang vor, gemeinsam mit altem und neuem Betreiber.

Die Hinterste Mühle gGmbH betreibt bereits das andere Neubrandenburger Tierheim, welches sich beispielsweise um Schafe, Ziegen, Kleinsäuger oder auch Geflügel kümmert.

Vereins-Chef droht Bürgermeister mit Klage

Die seit fast 20 Jahren vom Tierschutzverein ausgeübte Obhut für das Tierheim war neu ausgeschrieben worden, nachdem im Herbst ein Konflikt um finanzielle Defizite mit einer demonstrativen Kündigung durch den Verein eskaliert war.

Ein zwischenzeitlich geschlossener Burgfrieden hatte die Spannungen nicht ausräumen können. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Kurt Kadow, hatte vor Wochenfrist angekündigt, Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt wegen „falscher Beschuldigung“ verklagen zu wollen, nachdem die Bewerbung des Tierschutzvereins um den weiteren Betrieb des Tierheims wegen erklärter „Zweifel an der Eignung“ abgewiesen worden war.

Ein Tierheim zu betreiben ist eine Pflichtaufgabe der Stadt. Hierbei sollen herrenlose, sichergestellte, eingezogene oder abgegebene Tiere untergebracht, versorgt und vermittelt werden.

Kommentare (1)

Das die hinterste Mühle mit dem jetzigen Konzept nicht in der Lage ist das zu leisten was der Neubrandenburger Tierschutzverein leistet dürfte klar sein. Der stinkende Geruch von bevorzugen städtischer Gesellschaften liegt in der Luft. Natürlich wird es für den Etat der Stadt billiger, hat sich die Preise schon immer schön gerechnet für das Tierheim. Denn nun ist es möglich das die NEUWOGES als Konzernmutter ein springen, Am Ende werden die im Tierheim lebende Tiere wieder bzw. weiterhin leiden müssen. Einen so opferungsvollen Mitarbeiterstand mit so vielen liebevollen Betreuern wird die Hinterste Mühle nicht vorweisen können. Die Frage welches Wohl im Vordergrund stand müssen sich OB und Stadtvertreter stellen. Und auch wie sie den Gestank der Klüngelei eindlich aus der Verwaltung und den Parteien bekommen will.