Gassi-Gehen mit Daisy, Ömi und Struppi:

Tierheim lädt zum "Freigang" ein

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Ehrenamtliche Tierschützer aus Neubrandenburg haben deshalb mit einer besonderen Aktion auf ihre vierbeinigen Schützlinge im Neubrandenburger Tierheim aufmerksam gemacht.

"Wandertag" für die Tierheim-Hunde: Die Einrichtung in der Bergstraße hatte Freiwillige gesucht, die am Feiertag mit den Tieren Gassi gehen. Und etliche Neubrandenburger folgten dem Aufruf. Einige brachten auch ihre eigenen Hunde als Gefährten mit.
B. Gudat "Wandertag" für die Tierheim-Hunde: Die Einrichtung in der Bergstraße hatte Freiwillige gesucht, die am Feiertag mit den Tieren Gassi gehen. Und etliche Neubrandenburger folgten dem Aufruf. Einige brachten auch ihre eigenen Hunde als Gefährten mit.

Autofahrer und auch Spaziergänger schauten etwas ungläubig: Wo will dieser große Trupp mit den vielen Hunden hin, fragte sie sich. Die Gruppe wollte  auch Aufmerksamkeit erregen. Seit drei Jahren laden ehrenamtliche Tierschützer und Unterstützer des Neubrandenburger Tierheims zwei Mal pro Jahr zu diesen großen Gassi-Geh-Runden ein. Einmal am Karfreitag und einmal zum Welttierschutztag sind sie rund um die Bergstraße und die Neustrelitzer Straße unterwegs. Hier kann jeder mit seinem eigenen Hund kommen, er kann aber auch einen der Tierheimhunde ausführen.

„Wir wollen zeigen, dass es uns gibt“, sagt Maria Hausmann. Es gebe noch immer Neubrandenburger, die gar nicht wissen, dass die Stadt ein Tierheim hat. Gemeinsam mit Kerstin Draeger ist die Ehrenamtliche für die diesjährige Gassi-Geh-Runde am 3. Oktober, einen Tag vor dem Welttierschutztag, verantwortlich. Die beiden Frauen helfen auch sonst gerne den Tierheim-Mitarbeitern. Natürlich kommen ihre eigenen Hunde aus dem Tierheim. Sie würden sich wünschen, dass Vierbeiner wie Ömi mit 14 Jahren oder Struppi mit 13 Jahren auf ihre alten Tage noch ein glückliches Zuhause finden. Die Halter beider Hunde sind erkrankt und mussten sie abgeben.

23 Hunde warten zurzeit auf eine Vermittlung, die meisten durften von Interessierten Gassi geführt werden. Es sei durchaus an anderen Tagen möglich, einen Hund auszuführen, sagt Maria Hausmann. Allerdings setzt dies eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein voraus. Toll wäre auch, wenn Tierfreunde die Patenschaft für einen Hund oder eine Katze übernehmen würden, wirbt sie.

Der Verein betreibt das Haus in der Bergstraße für die Stadt. Diese hatte bei den Tierfreunden in diesem Jahr mit einer Ausschreibung für Wirbel gesorgt. Ein Tierheimbetreiber wurde gesucht, der Kosten einspart. Allerdings fand sich kein Bewerber, der die angestrebten Parameter erreichte. Im September kippte die Stadt deshalb die Ausschreibung.

Man sei zurzeit mit dem Tierschutzverein im Gespräch, sagt Jörg Schmiedel, Abteilungsleiter Ordnung und Gewerbe in der Stadtverwaltung. Sein Bereich ist zuständig für Fundtiere. Er lobte ausdrücklich die Arbeit des Vereins. Aber einige Hunde seien einfach Kostentreiber, weil sie nicht vermittelt werden können. Derzeit gebe die Stadt 1,27 Euro pro Einwohner für Fundtiere aus. Hinzu kämen weitere Gelder für die Hinterste Mühle. Hier werden gefundene Meerschweinchen oder auch schon mal Schafe betreut. Alles in allem komme man so auf fast zwei Euro pro Einwohner. Andere Städte würden nicht mal die Hälfte davon ausgeben.

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