Wer macht denn so etwas?:

Tierkadaver am Straßenrand liegengelassen

Ein Hase oder Kaninchen am Straßenrand, ein Rehbock nur einige Meter weiter entfernt – beide Tiere oder das, was von ihnen übrig geblieben ist, hat einen Autofahrer tief erschüttert. Aber auch die ansässigen Jäger.

Diesen einjährigen Rehbock will ein Autofahrer zwischen Mölln und Wrodow nahe der Straße gefunden haben. Selbst die ansässigen Jäger zeigen sich ob des Anblicks erschüttert. 
Privat Diesen einjährigen Rehbock will ein Autofahrer zwischen Mölln und Wrodow nahe der Straße gefunden haben. Selbst die ansässigen Jäger zeigen sich ob des Anblicks erschüttert. 

„Ich war so erschrocken“, schreibt ein Mann aus Gielow an die Nordkurier-Redaktion. Er spricht von seinen beiden Funden, die er jüngst auf der Gemeindestraße zwischen Wrodow und Mölln erspäht haben will: „Ein Kaninchen, dem man das Fell über die Ohren gezogen hat“ sowie die Decke, das Haupt und das Gehörn eines Rehbocks! „Wer weidet einen Rehbock aus und lässt dann ihn dann einfach so liegen?“, fragt der Autofahrer, der allein durch eine große Schar Raubvögel auf das Rehwild aufmerksam geworden war. Das vermeintliche Kaninchen habe gleich neben der Fahrbahn gelegen. Der Finder schlussfolgert selbst: „Sicherlich stehen die beiden Geschehnisse nicht im Zusammenhang, aber Tierkadaver so am Straßenrand zu entsorgen – einfach widerlich!“

Das angesprochene Gebiet gehört zum Jagdbezirk Mölln. Eine fünfköpfige Pächtergemeinschaft ist dafür verantwortlich, unter ihnen Karsten Sodmann und Ronny Roll aus Hermannshöhe. Als die Jäger von den Tierkadavern erfahren, setzen sie sich ins Auto und suchen die Gegend ab. Der Autofahrer, der anonymn bleiben möchte, will die Tiere immerhin schon am vergangenen Donnerstag gefunden haben. Doch die beiden Jäger können auf ihrem Gebiet keine toten Tiere ausmachen.

In der Natur entsorgt

Als dann Ronny Roll allerdings die Fotos erblickt, ist er erschüttert. Bei dem vermeintlichen Kaninchen schließt er weitgehend aus, dass sich um ein Wildtier handelt. Feldhasen oder Feldkaninchen seien in der Region äußerst selten. Für ihnen mache es den Anschein, als habe jemand dem Tier „halb-professionell“ das Fell abgezogen und das Fleisch einfach in der Natur entsorgt. Dabei wisse man nicht, ob das tote Tier vielleicht krank war, was für Raubvögel dann natürlich umso schlimmer wäre.

Im Fall des einjährigen Rehbocks fehlen dem Jäger schlicht die Worte. „Ich bin vollkommen perplex“, gesteht er. Laut Ronny Roll würde kein Jäger ein Tier am Straßenrand ausweiden und es dann dort liegen lassen, schon gar nicht das Gehörn. Schließlich gibt es Trophäenschauen, bei denen man Gehörne ausstellen kann.

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