Unterschriftenlisten übergeben:

Tierpark-Förderverein bringt Bürgerentscheid auf den Weg

Presse sei bei der Übergabe der Unterschriftlisten für den Erhalt der Einrichtung nicht erwünscht, ließ Burg Stargards Bürgermeister die Mitglieder des Tierpark-Fördervereins wissen. Doch das Verbot schreckte niemanden ab.

Stolz hält der Vorsitzende des Tierparkfördervereins, Ralf-Peter Hässelbarth, die Listen mit 731 Unterschriften  in die Höhe.
Bärbel Gudat Stolz hält der Vorsitzende des Tierparkfördervereins, Ralf-Peter Hässelbarth, die Listen mit 731 Unterschriften  in die Höhe.

Burg Stargards Bürgermeister Tilo Lorenz ließ sich während der Übergabe der Unterschriftenlisten durch Mitglieder des Tierparkvereins am Dienstagnachmittag wie angekündigt nicht blicken. Doch die Tür zu seinem Dienstzimmer blieb fest verschlossen. Tilo Lorenz hatte den Verein am Vortag wissen lassen, dass er für die Übergabe nicht zur Verfügung stehe. Außerdem seien Pressevertreter nicht erwünscht.

Doch Tierparkfreunde ließen sich davon nicht abhalten. Anstandslos wurden Vereinsmitglieder und Medienvertreter am Dienstag dann auch bei der Übergabe der 79 Unterschriftenlisten mit exakt 731 Namen und Adressen von Befürwortern des Tierparks zu Stargards Hauptamtsleiterin Marion Franke vorgelassen. 440 Unterschriften seien eigentlich nur notwendig gewesen, um das Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen, informierte sie. Es werde jetzt geprüft, ob die Befürworter auf den Listen allesamt Wahlberechtigte aus der Stadt Burg Stargard und den neun Ortsteilen seien. Dann haben die Stadtvertreter, wahrscheinlich noch einmal Mitte September, erneut das Wort. Sie müssen über das Bürgerbegehren befinden. Stimmen sie dem zu, kommt es zu einem Bürgerentscheid, bei dem alle Stargarder Einwohner zur Zukunft des Tierparks befragt werden.