Angeklagter erscheint nicht vor Gericht:

Tierquäler mit Haftbefehl gesucht

Weil ein Neubrandenburger seinen Hund fast verhungern ließ, soll sich der Mann vor Gericht verantworten. Doch der hat wohl was dagegen.

Verhandlung geplatzt: Ein 23-jähriger mutmaßlicher Tierquäler erschien am Mittwoch nicht zur Verhandlung gegen ihn. 
Bernd Wüstneck Verhandlung geplatzt: Ein 23-jähriger mutmaßlicher Tierquäler erschien am Mittwoch nicht zur Verhandlung gegen ihn. 

Mitleid mit seinem Hund hatte ein 23-jähriger Neubrandenburger nicht verspürt, mit sich selbst aber wohl sehr. Denn der Mann, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angeklagt, schwänzte am Mittwoch seine Verhandlung vor dem Amtsgericht der Viertorestadt, wo sich der mutmaßliche Tierquäler verantworten sollte. Deshalb war jetzt das Maß voll für Richter Jörg Landes, der Haftbefehl gegen den Angeklagten erließ. Sollte die Polizei des Mannes habhaft werden, muss er hinter Gittern auf den Beginn der neuen Verhandlung warten - so ist sich das Gericht sicher, dass der Mann auch pünktlich zum Auftakt des neuen Prozesses auf der Anklagebank sitzt.

Dem 23-Jährigen wird vorgeworfen, seinen Hund in einer verwahrlosten Wohnung gehalten und dabei sträflich vernachlässigt zu haben. Als der Doggen-Mischling in die Obhut des Neubrandenburger Tierheims kam, soll der Vierbeiner nur noch 21 Kilogramm leicht gewesen sein. 20 Kilogramm mehr seien normal, hieß es. Tierarzt Hans-Ulrich Matthäus, der das Tier seinerzeit untersuchte, sagte am Rande der geplatzten Verhandlung, mittlerweile sei der achtjährige Hund wieder aufgepäppelt und sogar schon in an einen neuen Halter vermittelt worden. 

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!