Verprügelte Kuh:

Tierquäler zu Geldstrafen verurteilt

Für die Spaziergängerin war es ein Schock, für das Rind viel Schmerz. Dafür muss jetzt gezahlt werden.

Aus dieser Herde am Randkanal luden Mitarbeiter eines Landwirtschaftsunternehmens die Kuh vor einem Jahr auf.
Oliver Wunder/Archiv Aus dieser Herde am Randkanal luden Mitarbeiter eines Landwirtschaftsunternehmens die Kuh vor einem Jahr auf.

Fast genau ein Jahr ist es her, dass eine Altentreptowerin beim Spaziergang in den Tollensewiesen zwischen Altentreptow und Neddemin zwei Männer beobachtete, die mit einer Eisenstange auf eine Kuh einschlugen, die sie auf einen Hänger verladen wollten. Das Veterinäramt des Kreises ging den Vorwürfen nach und dokumentierte die Verletzungen, die die beiden Mitarbeiter eines Agrarbetriebes der Kuh zugefügt hatten, und übergab die Sache an die Staatsanwaltschaft. Inzwischen sind beide Männer rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt, wie der Nordkurier auf Nachfrage von Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler in Neubrandenburg erfuhr.

Ermittelt worden war wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, „weil sie dem Tier länger anhaltende Schmerzen beziehungsweise Leiden zugefügt haben“, wie er erklärt. Dass die Kuh gelitten hat, sei auf den Fotos, die die Verletzungen zeigen, eindeutig zu erkennen, so Zeisler. Die Staatsanwaltschaft hat nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens Strafbefehle formuliert und dem Richter vorgelegt, der sie auch erlassen hat.

Der Strafbefehl gegen den einen Mann sei Ende Januar rechtskräftig geworden, der andere Mitarbeiter des Agrarbetriebes habe aber Einspruch eingelegt. Daraufhin sei die Sache vorm Amtsgericht Demmin verhandelt worden. Dort sei die Geldstrafe bestätigt worden, das Strafmaß wurde aber etwas geringer. In Raten müssten beide jeweils 600 Euro zahlen, so Zeisler.

 

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