Verzweiflung macht sich breit:

Tischlerei säuft bei Starkregen ab

Uwe John aus Altentreptow hat die Nase voll. Nicht zuletzt ärgern ihn Auskünfte des kommunalen Dienstleisters.

Land unter sahen die Johns am Dienstagabend nach dem Starkregen vor ihrer Haustür. Foto: privat
Land unter sahen die Johns am Dienstagabend nach dem Starkregen vor ihrer Haustür. Foto: privat

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist die Tischlerei von Uwe John in Altentreptow abgesoffen. Der Starkregen vom Dienstagnachmittag reichte aus, um das Haus an der Demminer Straße erneut unter Wasser zu setzen. John denkt inzwischen ans Aufgeben.

Zugleich ist der Handwerker nicht gut auf die Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste (GKU) zu sprechen. Beim ersten Mal hatte man sich dort noch auf eine Baustelle berufen. Inzwischen zieht sich die GKU auf die Formel zurück, dass man Leitungen und Straßeneinläufe nicht so bauen könne, dass sie jeder Niederschlagsmenge standhalten. Man wolle aber prüfen, ob Veränderungen am Netz erforderlich sind.

Uwe John ist damit nicht zufrieden. Grundstückseigentümer würden doch dafür bezahlen, dass das Regenwasser von ihren versiegelten Flächen abgeleitet werde. "Man nimmt das Geld, aber macht nichts dafür", meint er. Man könne den Vorfall ja eventuell unter besonderen klimatischen Ereignissen verbuchen, "aber das ist ja schon Normalzustand geworden".