Verdächtige Spuren:

Ist ein Wolf bei Wildberg unterwegs?

An das Ende eines Stücks Damwild erinnert mittlerweile nur noch das Skelett. Mehrere Spuren deuten darauf hin, dass das Tier möglicherweise einem durchziehenden Wolf zum Opfer gefallen ist.

War ein durchwandernder Wolf bei Pinnow? Ein Jäger wird den Verdacht nicht los.
David Ebener War ein durchwandernder Wolf bei Pinnow? Ein Jäger wird den Verdacht nicht los.

Karl Markwardt traut seinen Augen nicht, als er dieser Tage einen Reviergang zwischen Pinnow und Wildberg unternimmt. Knapp 150 Meter von seiner Jagdkanzel entfernt liegt am Rand eines Weizenschlags ein totes Damtier. Oder besser das, was Kolkraben, Krähen und Füchse davon übrig gelassen haben. 15 Meter zur Rechten beginnt ein mit Buschwerk umstandenes Wasserloch. Was ist denn hier passiert, denkt Markwardt, der in dem Revierteil als Begehungsscheininhaber im Auftrag von Eigenjagdinhaber Armin Niedzwetzki weidwerken darf.

Als er sich den Tatort genauer anschaut, gewahrt er im matschigen Schnee eine große, leider schon etwas verwaschene Hundespur. Sollte das Damtier einem wildernden Hund zum Opfer gefallen sein? Der Pfotenabdruck jedoch wirkt merkwürdig länglich, was Karl Markwardt spanisch vorkommt. Und so macht er von dem Vorgefundenen rasch ein paar Handyfotos und informiert seinen Jagdchef.

Jäger sieht weitere Anzeichen

Wer hat das Stück Damwild auf dem Gewissen, fragt sich Armin Niedzwetzki. „Werden Wildtiere bei einem Unfall schwer verletzt, dann legen sie sich zum Sterben nicht ins Freie, sondern verkriechen sich im Dickicht“, weiß der erfahrene Jäger. Sollte ein Hund der Übeltäter sein? Eigentlich gab es bisher keine Hinweise auf einen solchen Frevel. Allerdings war Niedzwetzki in letzter Zeit aufgefallen, dass das Wild häufiger als sonst draußen auf dem Feld stand, so als sei es aus dem Wald geflüchtet.

War hier ein Wolf unterwegs, ein Durchwanderer vielleicht? „Womöglich hat er im Gesträuch des Wasserlochs auf das zum Saatacker ziehende Wild gelauert und das Damtier nach kurzem Sprint überrumpelt“, so eine seiner Überlegungen. Immer wieder schaut sich der Jäger das Foto mit dem Pfotenabdruck an und vergleicht es mit Abbildungen von Wolfsspuren. Allerdings taugen einzelne Trittsiegel kaum als Beweismittel. Es gibt Hunderassen, die ähnliche Abdrücke hinterlassen. Einer vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Güstrow im Rahmen des Wolfsmanagements herausgegebenen Bestimmungsanleitung nach, ist die weitere Schrittfolge, bei der ein Wolf häufig in den geschnürten Trab übergeht, aussagekräftiger.

Als Landwirt ist der Jäger besorgt um seine Kälber

Was sich in der Feldmark zwischen Pinnow und Wildberg zugetragen hat, lässt sich mittlerweile nicht mehr genau nachvollziehen. Die Schneeschauer der vergangenen Tage haben wichtige Spuren getilgt. Niedzwetzki hegt aber bei dem Gedanken an einen Wolf ein ungutes Gefühl, denn er ist Landwirt und unterhält unter anderem eine Mutterkuhherde. Die Kälber können eine potenzielle Beute sein. Beispiele aus anderen Bundesländern würden zeigen, dass Wölfe längst den Respekt vor Vieh und damit vor menschlichen Gütern verloren haben. So weit dürfe es nicht kommen. „Ich halte die Entwicklung für sehr fragwürdig“, sagt er.

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Kommentare (1)

Herr niedzwetzki sorgt sich um seine Kälber lächerlich der sorgt sich um sein kapital sonst nix und jetzt will er der nächsten tierrasse ans Fell erbärmlicher Mensch