Wohin mit den Autos in Altentreptow?:

Traum vom Haus kostet Parkplätze

Der große Parkplatz an der Tollensestraße in Altentreptow ist ab Montag dicht. Das Neubrandenburger Eigentümerpaar will sich ein Haus in Altentreptow bauen. Damit fallen an die 30 Parkplätze weg.

Junges Glück in Altentreptow: Kathrin und Martin Laabs planen ihre Zukunft direkt an der Tollense an der Altentreptower Tollensestraße. Auf dem großen Parkplatz werden ab kommender Woche die Betonplatten abtransportiert. Bis dahin muss auch das letzte parkende Auto seinen Platz räumen. Einen neuen Parkplatz wird es an der Stelle aber nicht geben.
Privat Junges Glück in Altentreptow: Kathrin und Martin Laabs planen ihre Zukunft direkt an der Tollense an der Altentreptower Tollensestraße. Auf dem großen Parkplatz werden ab kommender Woche die Betonplatten abtransportiert. Bis dahin muss auch das letzte parkende Auto seinen Platz räumen. Einen neuen Parkplatz wird es an der Stelle aber nicht geben.

Kathrin und Martin Laabs haben sich bewusst für die Stadt Altentreptow entschieden. „Wir verbinden hier die Ruhe des Landlebens mit der Infrastruktur einer Stadt“, sagen beide. Seit einigen Wochen ist es mit dem Eintrag ins Grundbuch amtlich: Die beiden junge Leute aus Neubrandenburg sind die neuen Eigentümer der Fläche, die derzeit von vielen Altentreptower und Besuchern der Stadt als Stellplatz fürs Auto genutzt wird: der Parkplatz an der Tollensestraße.

Mit den neuen Einwohnern Altentreptows gehen aber auch andere Neuerungen einher. Der große Parkplatz an der Tollensestraße wird zukünftig nicht mehr genutzt werden können. Am kommenden Montag beginnen die Vorbereitungen dafür, dass dort bald ein Haus stehen wird. Die Betonplatten werden abgetragen. Bereits ein Schild, dass dort nicht geparkt werden darf, deutet darauf hin, dass sich dort etwas tun wird.  „Da wir einen engen Zeitplan mit der Baufirma haben, sollten sich zu diesem Zeitpunkt, also ab Montag, keine fremden Fahrzeuge mehr auf dem Grundstück befinden. Diese müssten wir dann kostenpflichtig abschleppen lassen“, weisen die frischgebackenen Eigentümer auf die bald beginnenden Arbeiten hin.

An den Markttagen wird es besonders eng

Was des einen Freud, ist womöglich des anderen Leid. Dass sich Eigentümer für diese Fläche gefunden haben, die gar die Baulücke schließen und in Altentreptow sesshaft werden möchten, sind gute Nachrichten für die Stadt. Aber damit könnte sich die Parkplatzsituation zuspitzen. Dass Parkplätze in der Innenstadt Mangelware sind, diesen Eindruck teilt Bürgermeister Volker Bartl (CDU) auf Nordkurier-Nachfrage. Insbesondere zu bestimmten Zeiten, zum Beispiel den Markttagen am Dienstag und Donnerstag, werde es eng. Obwohl eine Studie gezeigt habe, dass es in der Stadt genügend Parkmöglichkeiten gebe. Damals sei der große Parkplatz an der Tollensetraße, der jetzt Bauland wird, gar nicht nicht einbezogen, sondern als „wilder Parkplatz“ bezeichnet worden, verdeutlicht Bartl.

Der Bürgermeister sieht immer noch etliche Parkmöglichkeiten, zum Beispiel die vor einiger Zeit sanierte Fläche am Demminer Tor stadtauswärts. Auch am Karlsplatz könne geparkt werden. Und auch die acht Parkplätze im hinteren Bereich der Rudolf-Breitscheid-Straße würden dieses Jahr noch fertig.