Vorwurf der Körperverletzung:

Gerichtsverfahren gegen Türsteher eingestellt

Ein Gast der "Rumpelkammer" in Neubrandenburg soll von einer Aufsichtsperson misshandelt worden sein. Aber das Opfer kümmert die Verhandlung gegen den Täter nicht.

Ein Gast der "Rumpelkammer" in Neubrandenburg soll von einer Aufsichtsperson misshandelt worden sein.
Thomas Beigang Ein Gast der "Rumpelkammer" in Neubrandenburg soll von einer Aufsichtsperson misshandelt worden sein.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Ein Türsteher aus Neubrandenburg ist angeklagt, einen Gast verprügelt und mit Tritten den Kopf verletzt zu haben. Allerdings, so machen der Angeklagte und der Geschäftsführer der Diskothek "Rumpelkammer" deutlich, soll das spätere Opfer zuvor "viel Ärger" gemacht und sogar den Chef bedroht haben. Das Erinnerungsvermögen der Zeugen an den Vorfall vor 14 Monaten hat deutlich nachgelasse. Einer weiß allerdings noch, dass er das Verhalten des Türstehers als "brutal" im Gedächtnis hat. Das Opfer hingegen, der seinerzeit mit dem Krankenwagen zur Behandlung in die Klinik gefahren werden musste, fehlte am Dienstag zur Verhandlung am Amtsgericht in Neubrandenburg.

Wie am Rande des Prozesses zu erfahren war, soll der Mann seinerzeit auch noch nicht einmal bei der Polizei ausgesagt haben. Weil die Beweislage schwierig ist, stellt das Gericht das Verfahren vorläufig gegen die Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 600 Euro ein.

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