Kochen mit Kindern:

TV-Koch erfüllt Herzenswunsch

Ist Ralf Zacherl nett nur hinter der Kamera, oder auch „ganz in echt“? Sieben Leute, die an Mukoviszidose leiden, lernten nicht nur den Magier am Herd, sondern auch den Menschen hinter dem Fernsehstar in der Küche des Hotels Radisson Blu kennen.

Kurz vor der Kochstunde: Im Hotel Radisson Blu schwingen Mitglieder der Mukoviszidose-Gruppe des Bonhoeffer-Klinikums gemeinsam mit TV-Koch Ralf Zacherl (5. von links) den Kochlöffel. Mit dabei sind Christina Küster vom Hotel (links) und Schwester Jeannette Kietzer vom Klinikum (neben ihr).
Hartmut Nieswandt Kurz vor der Kochstunde: Im Hotel Radisson Blu schwingen Mitglieder der Mukoviszidose-Gruppe des Bonhoeffer-Klinikums gemeinsam mit TV-Koch Ralf Zacherl (5. von links) den Kochlöffel. Mit dabei sind Christina Küster vom Hotel (links) und Schwester Jeannette Kietzer vom Klinikum (neben ihr).

Da leuchten die Augen! Hundertmal haben sie ihm im Fernsehen gebannt zugeschaut – und jetzt ist er „ganz in echt“ da: der Starkoch Ralf Zacherl. Im Neubrandenburger Hotel Radisson Blu heißt es: „Ran an den Herd“.  Ralf Zacherl hat  zu einem ganz besonderen Kochkursus eingeladen. Denn er kennt sich auch aus mit dem, was bei seinen sieben „Lehrlingen“, die an Mukoviszidose* leiden, auf den Tisch kommen muss.

Das Menü, bei dem die Ernährungsberaterin der Mukoviszidose-Erkrankten Chalane Bull mitwirkte, musste genau auf Krankheitsbild und Medikamente abgestimmt sein. „Zum Beispiel, weil sie sehr viele Kalorien aufnehmen müssen, da sie wegen ihrer Stoffwechselstörung die Energie nicht so gut verwerten können“, erklärt die Beraterin.

Als Vorspeise werden Quiches aus Blätterteig und Avocado-Dip zubereitet. Gratinierter Spargel mit Schinken bietet sich als Hauptgang an, dazu kommen noch Hähnchenfilets im Nussmantel und knusprige Fischfinger. Und schließlich zaubern Profi- und Amateurköche als Dessert Schokoherzen mit flüssigem Kern sowie Erdbeeren und süßes Pesto.

* Mukoviszidose (mucus, lateinisch für Schleim; viscidus für zäh, klebrig) ist eine Stoffwechselerkrankung, die vererbt wird und nicht heilbar ist. Dabei sind die Drüsensekrete zu zähflüssig, weil der Wassergehalt zu gering ist. In den betroffenen Organen kommt es zu unterschiedlichen Funktionsstörungen.