Wasser überall :

Überschwemmte Felder nach Dauerregen

Hoffentlich hält der Deich am Galenbecker See. In Salow weiß man nicht, ob die Entwässerungsleitungen halten. Die Linde in Burg Stargard ist voll wie nie. Den Landwirten steht das Wasser umgangssprachlich bis zum Hals. Alle hoffen auf ein paar regenfreie Tage.

Auf diese Fläche ist kein Raufkommen. Den Landwirten steht das Wasser umgangssprachlich bis zum Hals. Wie hoch die Schäden sind, ist noch nicht zu ermessen.
Anett Seidel Auf diese Fläche ist kein Raufkommen. Den Landwirten steht das Wasser umgangssprachlich bis zum Hals. Wie hoch die Schäden sind, ist noch nicht zu ermessen.

Petrus meint es gar nicht gut mit der Region. 70 bis 80 Liter Niederschlag gingen allein im Dezember nieder und der Januar schließt sich bisher unverändert an. Das Wasser kann nicht mehr weg und das wird nun augenscheinlich. „Wir haben schon am 23. Dezember einen Regenschacht ausgepumpt“, sagt Bürgermeister Jan Umlauft. Er befürchtet, dass die Entwässerung in Salow schlapp macht. „Wir haben Probleme damit.“ Ein Spülwagen musste in diesen Tagen häufiger ran. Die Salower hoffen, dass die Leitungen halten. „Die sind uralt, vermutlich aus den 1960er Jahren, aus Beton und inzwischen marode“, so das Gemeindeoberhaupt. Die Datze ist zudem randvoll, der Boden aufgeweicht. Da brauche es nicht viel Wind und die Bäume fallen um. Allein beim letzten Sturm sind in Salow acht Bäume abgeknickt.

In der Gemeinde Galenbeck hofft man, dass der Deich am Galenbecker See den Wassermassen standhält. „Der See ist bedenklich voll“, sagt Bürgermeister Dietrich Daedelow. Er sei zwar noch nicht über die Deichkrone getreten, aber der Abfluss sei so stark wie nie. Bedenklich werde es zudem, wenn der Deichfuß durchweicht.

Jost Matzdorf, Vorsitzender des Bauernverbandes Mecklenburg-Strelitz nimmt kein Blatt mehr vor den Mund: „Die Niederschläge sind beängstigend.“ Von Panik will er noch nicht sprechen und hofft wenigstens auf drei bis fünf regenfreie Tage. „Der Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen“, sagt der Landwirt. Die Gräben sind voll und nun sammelt sich das Wasser auf den Feldern. „Bei sechs Grad plus müssen wir damit rechnen, dass die Vegetation wieder einsetzt“, beschreibt Matzdorf. Die nötige Winterruhe trete bei den warmen Temperaturen nicht ein. Fatal: Die Pflanzen stehen unter Wasser und ersticken regelrecht. „Ein Ausmaß der Schäden ist aber noch nicht abzusehen“, sagt Jost Matzdorf. Der Cölpiner spricht von einer Situation, die es seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat – hohe Temperaturen und viel zu viel Regen.

Auch die Tierhalter bekommen Probleme. „Viele wissen nicht wohin mit der Gülle – die Behälter sind voll“, führt Jost Matzdorf an. „Und es ist nicht abzusehen, wann Gülle und Gärreste ordnungsgemäß wieder ausgebracht werden können.“

 

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Kommentare (1)

Auch die Tierhalter bekommen Probleme. Es regnet und die Behälter sind voll – wohin mit der Gülle und das mitten im Winter! Trotzdem ist es abzusehen, "wann Gülle und Gärreste ordnungsgemäß wieder ausgebracht werden können.“ Der früheste Zeitpunkt dazu wurde per Verordnung festgelegt. Ob man sich daran halten will, ist eine ganz andere Sache. Denn wer jetzt zu volle Behälter hat, steht unter Druck, denn die Güllemenge wächst auch ohne Regen.