Erste Kompromisse gefunden:

Umspannwerk Breesen: Spannungen beigelegt?

Muss die neue Stromleitung so dicht an der Wohnbebauung Kalübbe verlaufen? Kann das Umspannwerk in der Landschaft noch etwas verschoben werden? Diese Fragen kamen auf den Tisch.

Neue Stromleitungen sollen gebaut werden. Doch wo genau, darüber ist sich der Investor E.dis und eine Breesener Bürgerinitiative noch nicht einig.
foto: © JohanSwanepoel - Fotolia.com Neue Stromleitungen sollen gebaut werden. Doch wo genau, darüber ist sich der Investor E.dis und eine Breesener Bürgerinitiative noch nicht einig.

In die Diskussion um den Bau von Umspannwerk und Errichtung einer neuen 110 KV-Leitung in der Gemeinde Breesen ist Sachlichkeit eingekehrt. Zudem sind alle Beteiligten ein Stück weit aufeinander zugegangen. Nach Ansicht der Bürgerinitiative „BI Breesen - Freiraum für Mensch und Natur“ hätten die Investoren allerdings noch ein bisschen mehr Entgegenkommen zeigen können.

Weil es unterschiedliche Standpunkte von Investoren und BI zu den Standorten des Umspannwerkes und der Stromtrasse gab, trafen sich Entscheidungsträger, Gemeindevertreter und BI zu einer größeren Gesprächsrunde. Die BI hatte den Investor E.dis gebeten, die neue Leitung nicht so nahe an Kalübbe zu installieren und 50Hertz, einen neuen Standort für den Bau des Umspannwerkes festzulegen. Weiter weg von Breesen und weiter nördlich in Richtung Altentreptow.

Alternative ist teurer und zeitaufwendiger

„Beide Investoren hatten im Vorfeld der Beratung von der Prüfung alternativer Planungsvarianten gesprochen. Leider ist dies nur in Bezug auf die 110 KV-Leitung geschehen“, bedauert Axel Kopplin, Sprecher der BI. Alternative Standorte für das Umspannwerk seien enttäuschender Weise nicht berücksichtigt worden.

Der Stromversorger E.dis will die neue Trasse weg von Kalübbe und parallel zur bestehenden 380 KV-Leitung bei Breesen umverlegen. „Damit haben wir die Belange der BI sehr gut berücksichtigt“, sagt Unternehmenssprecher Michael Elsholtz. Die neue Variante werde zwar etwas teurer und es trete auch Zeitverzug ein, da mehr Leitungen verlegt und Planungen neu gestartet werden müssen, aber wenn sie von den Bürgern mitgetragen werde und Verärgerung verhindere, sei allen gedient, meinte Elsholtz. In den Bau der neuen Trasse und eine Schaltanlage steckt der Stromanbieter rund 7,8 Millionen Euro. 

Weniger Lärm und freie Sicht werden gewünscht

Der in der Planung favorisierte Standort für das Umspannwerk, das Teil des Werkes von Altentreptow ist, ist schon der beste Kompromiss von der Lage der Orte, sagt Axel Happe von 50Hertz. Die BI bat darum, den Standort etwas weiter in Richtung Jägerweg zu verschieben. Man hoffe mit einer weiteren Verlagerung des Bauplatzes, die Geräuschbelastung zu minimieren und das Umspannwerk aus dem Sichtfeld zu nehmen. „Was Geräusche betrifft, können wir jetzt schon sagen, dass es mit der Verschiebung zum Jägerweg keine signifikante Verbesserung geben wird. Wir unterschreiten ja jetzt schon die Geräuschkulisse deutlich“, betonte Happe.

 

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