Hässliches Wasser und kreischende Sägen:

Umweltfrevel im Kulturpark?

Unansehnlich braun schlängelt sich das kleine Flüsschen durch den Kulturpark. Die Stadt sieht allerdings keinen Grund zur Besorgnis. Auch mit den Baumpflegearbeiten hat alles seine Richtigkeit, heißt es.

Ist das noch normal? Das kleine Flüsschen im Neubrandenburger Kulturpark zeigt einen sonderbaren Braunton.
Paulina Jasmer Ist das noch normal? Das kleine Flüsschen im Neubrandenburger Kulturpark zeigt einen sonderbaren Braunton.

"Das sieht immer so aus“, wissen die beiden Schülerinnen, die gerade den Dr.-Brückner-Weg im Neubrandenburger Kulturpark passieren. Links und rechts des Weges ist ein kleines Flüsschen zu sehen. Das Wasser ist ziemlich niedrig und ziemlich braun. Warum ist das so, ist das vielleicht schädlich für die Umwelt?

Jan Brauns vom Städtischen Immobilienmanagement (SIM) gibt auf Nachfrage Entwarnung. Die Farbe des Wassers sei typisch für alle Gräben und Wasserläufe im Park. Über die merkwürdige Farbe habe man sich in der Vergangenheit schon Gedanken gemacht. In den 90er Jahren seien extra Wasserproben genommen und ausgewertet worden. „Das Ergebnis ließ keine Verunreinigung erkennen, sondern verweist als Ursache auf die Boden­beschaffenheit im Park“, so der SIM-Mitarbeiter. Schuld an der Färbung seien die ­moorigen Böden, die bestimmte Farb- und Inhaltsstoffe enthalten.

Sichtachsen innerhalb des Parks

Doch nicht nur die Wasserläufe stechen Kulturpark-Besuchern derzeit ins Auge. Denn seit Dienstag hantieren wieder Männer in orangefarbenen Jacken, Helmen und Motorsägen im Park. Die ersten Pflegearbeiten am Werderbruch haben begonnen. „Wir holen das Dünnholz ’raus. Das kann sich noch den Tag über hinziehen“, erklärt Dirk Meier vom Bauhof.

Bis zum 1. März wird es mit diesen Arbeiten noch munter weitergehen. Das hat nach Angaben von Jan Brauns mit der nötigen Verkehrssicherheit zu tun. Zudem sollen nach und nach Pappeln verschwinden, um anderen Bäumen mehr Platz zu bieten. Außerdem gehe es nicht immer in erster Linie um die viel zitierten Sicht­achsen zwischen Innenstadt und Kulturpark beziehungsweise Tollensesee. Auch innerhalb des Parks sollen sogenannte Sichtbeziehungen geschaffen werden. „Wenn man zum Beispiel zum Badehaus geht, bemerkt man rechts kaum den Kinderspielplatz mit dem Stier“, erklärt Brauns. Der Park soll lichter werden und zum Verweilen einladen.

Ab der zweiten Februar­woche wird dann eine weitere Firma überall im Park ihre Finger im Spiel haben. Dann werden an allen möglichen Ecken und Enden markierte Bäume gepflegt und zum Teil auch gefällt werden.

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