Friedländer Amtsbereich:

Unternehmersorgt sich um Radwege

"Einige Abschnitte sind bestimmt nicht sehr schön."

Der Zustand der Rad- und Wanderwege im Friedländer Amtsbereich ist keine gute Werbung für die Region. Dieser Meinung ist zumindest Jochem Wernecke. Wie der Campingplatzbetreiber aus Brohm erklärt, würden Beschwerden über die schlechte Beschaffenheit der Radstrecken zunehmen. "Es gab schon viele Stürze und Radreparaturen unterwegs durch diese schlechten Radwege", so die Erfahrungen des Unternehmers. Vor allem die Wege rund um Liepen, Eichhorst oder Galenbeck, aber auch die Radwege in den Brohmer Bergen würden von den Besuchern kritisiert.

"Die Aussage der Gäste ist so hart, dass sie diese Touren nicht weiterempfehlen werden", sagt Jochem Wernecke, der sich in dieser Sache bereits in der Vergangenheit an die Verwaltung in Friedland und den Landkreis gewendet habe.Dort ist man sich durchaus bewusst, dass es Probleme mit einzelnen Radstrecken gibt. So weiß Wolfgang Huhn, der beim Amt in Friedland für die Wirtschaftsförderung zuständig ist, aus eigener Erfahrung, dass sich manche Wege mitunter "in einem erbärmlichen Zustand" befinden. Vor allem dort, wo die Verbindungen auch von der Land- und Forstwirtschaft genutzt werden, sei der Zustand problematisch.

Für alle notwendigen Instandsetzungsarbeiten fehle angesichts leerer Kassen in den Kommunen aber oftmals das Geld. Wolfgang Huhns Kollegin Renate Guderitz, Leiterin des Friedländer Bauamtes, appelliert derweil noch einmal an alle, eventuelle Schäden auf den Radstrecken zu melden. Die Mitarbeiter des Amtes könnten nicht alle Wege abfahren, deshalb sei man auf Hinweise aus den Gemeinden angewiesen, sagt die Amtsleiterin. "Bislang hat das auch ganz gut geklappt."Auch bei der Kreisverwaltung steht das Thema "Zustand der Radwege" auf der Tagesordnung. Die zuständige Sachbearbeiterin Bärbel Liske räumt ein, dass "einige Abschnitte bestimmt nicht sehr schön" seien.

Als Beispiele nennt sie die Wege um Galenbeck oder die Strecke von Eichhorst in Richtung Liepen. Allerdings, so erklärt sie weiter, seien für die meisten Wege die Gemeinden als Baulastträger verantwortlich. Der Landkreis unterstütze die Kommunen aber beim Unterhalt, so Bärbel Liske. Wie sie betont, stehe der Kreis aber in alleiniger Verantwortung, was die Beschilderung angeht. Um diese zu überprüfen, wird in der kommenden Woche ein Mitarbeiter auf Radwegen im Bereich Friedland unterwegs sein. Dabei soll auch der Zustand der Strecken in Augenschein genommen werden, machte Bärbel Liske deutlich.