Autofahrer machen ihrem Ärger Luft:

Verkehrschaos in Neubrandenburgs Innenstadt geht weiter

Der Ärger über den großen Stau zu Wochenbeginn ist bei vielen Autofahrern in Neubrandenburg noch nicht verflogen. Die Baugrunduntersuchungen auf dem Ring müssten doch auch nachts oder am Wochenende möglich sein, heißt es. In der City gibt's kurzzeitig eine weitere Hürde.

Neuer Tag, neuer Stau: Auch am Dienstag stockte der Verkehr in der Neubrandenburger Innenstadt wieder. Neues Problem: Die Darrenstraße vor der Einfahrt Marktplatz-Center ist für zwei Tage zur Einbahnstraße geworden.
S. Haerter Neuer Tag, neuer Stau: Auch am Dienstag stockte der Verkehr in der Neubrandenburger Innenstadt wieder. Neues Problem: Die Darrenstraße vor der Einfahrt Marktplatz-Center ist für zwei Tage zur Einbahnstraße geworden.

 „Warum machen die so eine Untersuchung nicht abends oder nachts oder am Wochenende?“ Manfred Dörnbrack ist bei Weitem nicht der einzige erboste Leser, der sich beim Nordkurier meldete, weil er am Montagnachmittag im Stau stand. Er kam aus der Oststadt und reihte sich schon auf der Hochbrücke in die Schlange ein. Zusätzlich zur Ring-Baustelle sind dieser Tage abschnittsweise Ring-Spuren gesperrt wegen Baugrunduntersuchungen für die nächsten Sanierungen.

Dass dies ja wohl ein Fall für die Nachtschicht sei, meinten mehrere Nutzer auf der Facebook-Seite des Nordkurier. Sie berichten von bis zu zwei Stunden Wartezeit in der Tiefgarage, schimpfen auf die Planer, die solche Überschneidungen genehmigen, und kritisieren, dass die zweite Stadtausfahrt in der Großen Wollweberstraße noch nicht wieder geöffnet ist. 

Für zwei Tage hat sich derweil noch ein weiteres Verkehrshindernis aufgetan. Die Darrenstraße, wichtigste Zufahrt zur Center-Tiefgarage, ist bis einschließlich Mittwoch auf einer Spur gesperrt, weil auf der HKB-Baustelle der große Kran abgebaut wird. Der Abschnitt wird damit zur Einbahnstraße. Nach dem Mega-Stau am Montag beobachtete Center-Manager Michael Dittrich die Sperrung am Dienstagmorgen mit Entsetzen – zumal er nicht informiert war.

Das bedauert Vize-Oberbürgermeister Peter Modemann. Man habe die Sperrung mit der Auflage genehmigt, dass Anlieger informiert werden, sagte er auf Nachfrage. Zeitlich ließe sich das jedoch nicht verschieben. Der Kran koste die Firma jeden zusätzlichen Tag viel Geld und behindere die anderen Arbeiten am HKB. Dort wird es in der Endphase der Bauarbeiten verkehrstechnisch bald noch enger zugehen, kündigt Modemann an. Man wolle beraten, wie das zu bewältigen ist, ohne den Verkehr in der Innenstadt noch weiter zu behindern.

Eine zeitliche Verschiebung sei auch bei den Baugrunduntersuchungen auf dem Ring nicht möglich, betonte Rolf Sager vom Straßenbauamt. Es gebe immer Baustellen, die dem entgegen stehen würden. Und man brauche diese Untersuchung jetzt als Vorbereitung für den 2015 geplanten Bauabschnitt zwischen Pferdemarkt und Rostocker Straße. Sicher sei es grundsätzlich möglich, nachts zu arbeiten, aber dann bekomme man wegen der Geräuschbelästigung Probleme mit Anwohnern. Gute Sichtverhältnisse seien bei den Arbeiten auch wichtig, so Sager. Er bittet die Autofahrer um Verständnis.

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