Gegen den Trend:

Vorerst keine Strompreis-Erhöhung

Wer seinen Strom von den Stadtwerken in Neubrandenburg bezieht, hat Glück. Hier bleiben die Preise trotz Ökostrom- Umlage nämlich stabil - erst einmal jedenfalls.

Strom wird immer teurer. Dieser Kelch geht an den Neubrandenburgern jedoch vorbei.
Daniel Reinhardt Strom wird immer teurer. Dieser Kelch geht an den Neubrandenburgern jedoch vorbei.

Obwohl die Umlage für Erneuerbare Energien, die sogenannte EEG-Umlage, bundesweit ab dem 1. Januar 2014 um einen Cent pro Kilowattstunde steigt, wird sich der Strompreis für die Haushaltskunden der Neubrandenburger Stadtwerke auf absehbare Zeit nicht erhöhen. Das erklärte Neu.sw-Sprecherin Anja Hünemörder.

„Unser Energiewirtschaftsteam konnte in den vergangenen zwölf Monaten positive Effekte beim Einkauf der Rohstoffe erzielen, mit denen wir jetzt die steigenden Umlagen auffangen können“, begründet Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Hanson die konstanten Preise.

Ab 1. Januar  6,24 Cent pro Kilowatt-Stunde

Mit der staatlichen EEG-Umlage werden jene Kosten, die aus  der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen entstehen, auf die Endverbraucher umgelegt. Im Jahr 2003 zahlte jeder Kunde noch 0,4 Cent pro Kilowattstunde. Heute sind es 5,3 Cent pro Kilowattstunde. Ab 1. Januar 2014 werden es 6,24 Cent sein.

Und dies ist nicht die einzige Umlage, die zum Jahreswechsel steigt, erklärt Anja Hünemörder. Auch die KWK-Umlage, mit der der Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerken gefördert wird, steigt zum 1. Januar.

Ganz werde der Anstieg der staatlichen Umlagen allerdings nicht durch die günstigen Einkäufe aufgefangen, die Differenz werde durch die Stadtwerke selbst getragen, so Hünemörder. Das sei es den Stadtwerken wert, um einen stabilen Strompreis anbieten zu können.

Gesonderte Konditionen für Großabnehmer

Die Stadtwerke versorgen insgesamt etwa 40 000 Privathaushalte in der Stadt Neubrandenburg und ihrer näheren Umgebung, aber auch in anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns mit Strom. Die Privatkunden zahlen derzeit je nach Tarif zwischen 25 und 28 Cent pro Kilowattstunde. Hinzu kommen bundesweit rund 700 Gewerbekunden. Für diese Großabnehmer gelten jedoch gesonderte Konditionen.

Andere Anbieter in der Region wie beispielsweise die Malchower Stadtwerke haben bereits angekündigt, den Strompreis zum 1. Januar anzuheben. Eon-Edis hingegen wird den Preis nach Auskunft seines Sprechers Maximilian Heiler ebenfalls vorerst auf seinem jetzigen Stand belassen.

 

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung