Nur Männer kandidieren:

Wahl des OB-Vizes steht an

Nach der Wahl des neuen Rathaus-Chefs in Neubrandenburg müssen die Ratsfrauen und Ratsherren am Donnerstag einen neuen Stellvertreter küren. Zur Auswahl stehen nur Herren - eine interessierte Dame hat in letzter Minute einen Rückzieher gemacht.

Gesucht: Die beiden Stellvertreter für den neuen Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt.
Bernd Wüstneck Gesucht: Die beiden Stellvertreter für den neuen Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt.

Noch neun Tage, dann darf sich Neubrandenburgs neu gewählter Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) auch ganz offiziell seines neuen Amtes freuen: Am 1. April soll, so der Plan, die Ernennung des 36-Jährigen zum Ehrenbeamten erfolgen. In der Stichwahl am 15. März setzte Witt sich gegen seinen Kontrahenten Torsten Koplin (Linke) mit fast 70 Prozent der Stimmen durch. Eine ganz klare Sache.

Noch längst nicht klar hingegen, wer sich künftig und für die nächsten sieben Jahren als Stellvertreter des neuen Rathaus-Chefs fühlen darf. Denn auch dieser Posten steht zur Wahl – wenn auch nicht beim Volk. Über Witts neue Vertretung stimmen die 43 Ratsfrauen und Ratsmänner in der Neubrandenburger Stadtvertretung ab. Vier Kandidaten haben ihre Hüte in den Ring geworfen. Samt und sonders Männer, nachdem die einzige Frau unter den Ambitionierten gerade erst am Wochenende ihre Kandidatur zurück gezogen hat.

Vier Männer kandidieren für den Posten

Sylvia Brinkmann, Angestellte in der Neveriner Amtsverwaltung, wollte erst – und hat sich das jetzt doch anders überlegt. Bleiben vier Herren übrig: Roman Oppermann, der Fraktionschef der SPD in der Stadtvertretung, im „Zivilberuf“ Professor an der Neubrandenburger Hochschule, Frank Nötzel, dereinst Geschäftsführer des Neuwoges-Baudienstleisters „Bau-Regie“, Lothar Schmidt. Mitarbeiter der Kreisverwaltung und Stadtvertreter aus den Reihen der CDU sowie Jens Kreutzer, von den Neubrandenburger Linken nominiert. Der verdient seine Brötchen (noch) als Angestellter bei einer Krankenkasse in der Viertorestadt. Notwendig wird die Wahl des OB-Vizes, weil die Wahlperiode des 61-jährigen Noch-Amtsinhabers Harald Walter wie die seines Noch-Chefs ausläuft.

Donnerstag soll auf der Stadtvertretersitzung die Personalie geklärt werden. Möglich, dass für deren Besetzung am Ende mehr Wahlgänge erforderlich sind, als für die Wahl des neuen OB selbst. Gut und gern sind dafür drei Wahlgänge erforderlich, seufzen die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung. Denn gewählt werden darf nur der mit der absoluten Mehrheit aller Stimmen. Klappt das nicht im ersten Wahlgang unter den vier Kandidaten, müssen die Stadtvertreter erneut über jene vier Männer abstimmen. Erst im dritten Durchgang kann über die beiden Bestplazierten abgestimmt werden – und der Sieger steht fest.

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