Altentreptow:

Wanderer zu Besuch bei Familie Biber und anderen Tieren

Altentreptow.15 Interessierte folgten jetzt einer Einladung des Altentreptower Tierschutzvereins zu einer geführten Wanderung ins Naturschutzgebiet ...

Diesen Biberfraß entdeckten die Ausflügler bei ihrer Wanderung. [KT_CREDIT] FOTO: B. Brod

Altentreptow.15 Interessierte folgten jetzt einer Einladung des Altentreptower Tierschutzvereins zu einer geführten Wanderung ins Naturschutzgebiet „Waidmannslust“. Eine Betretgenehmigung aus naturschutzrechtlicher Sicht lag vor. Einige Vereinsmitglieder und auch die Kinder, die dort fleißig mitarbeiten, waren mit von der Partie. Nach einer allgemeinen Einführung durch Bärbel Brod zum Gebiet selbst entdeckten die Teilnehmer Biberspuren, Biberpfade, Futterplätze, Baue, angenagte Futterzweige und -Äste, aber auch immer wieder vorbereitetes „Bauholz“ zum Burgenbauen.
Besonders auffällig waren starke, im Wurzelbereich angenagte Pappeln, die nur dem Zähneschärfen dienen. Biberzähne wachsen ständig nach und müssen deshalb im arbeitsfähigen Zustand gehalten werden. Inzwischen konnten die Kinder schon selbst Spuren erkennen. Sie waren auch sehr vorsichtig beim Übertreten der Biberpfade, um keine Duftspuren ihrer Schuhe darauf zu hinterlassen. Auch wurden Ausstiege vom kleinen Landgraben in Richtung Futterplätze und Reviere selbst erkannt. Spuren und Losung vom Fischotter wurden gefunden. Es erfolgte auch hier die Darstellung zu deren Lebensraumerfordernissen. Biber und Fischotter sind in unserem Land streng geschützt. Die Wanderer konnten ziehende und rastende Kraniche sehen, Grauganspaare, die ihr Revier schon abgesteckt hatten und die Ankunft von mehreren Hundert Saatkrähen und Kiebitzen verfolgen. Diese ließen sich dann zur Futtersuche nieder. Lachmöwen schon im Brutkleid waren mit der Futtersuche auf den benachbarten Neddeminer Wiesen beschäftigt.
Die Problematik eines Ansiedlungsversuches von Trauerseeschwalben konnte vor Ort dargestellt werden. Auch ein Fuchs war auf Mäusefang unterwegs. Der erlebnisreiche Nachmittag fand dann seinen Ausklang bei Kaffee und Kuchen im örtlichen Tierheim.bb