Irritation um neue Krippenfiguren:

Warum Maria und Josef so dick sind

Die neue Weihnachtskrippe in der Neubrandenburger Johanniskirche sorgt für Irritationen: Vertreter der Kirchengemeinde hatten grazilere Figuren erwartet. Der Bildhauer aus Luckenwalde erklärt, wie es zu den kräftigen, bodenständigen Wesen kam.

Gerade hat Karl Späth die Krippenfiguren vom Anhänger abgeladen, jetzt werden sie an ihrem neuen Standort für die Weihnachtszeit positioniert.
Hartmut Nieswandt Gerade hat Karl Späth die Krippenfiguren vom Anhänger abgeladen, jetzt werden sie an ihrem neuen Standort für die Weihnachtszeit positioniert.

Franziska Leist-Milk blickt etwas irritiert auf die neuen Krippenfiguren, die Bildhauer Karl Späth gerade vor dem Altar der Neubrandenburger Johanniskirche aufstellt: „Ich hatte sie schlanker erwartet.“ Pastor Ralf von Samson wiegt skeptisch den Kopf: „Der Entwurf sah deutlich anders aus.“ Die Kirchengemeinde erhielt am Sonnabend die neue Weihnachtskrippe, Maria und Josef, dazu das Kind auf dem Schoß.

Karl Späth aus Lucken­walde hat die Gruppe aus Robinienholz geschnitzt. „Das Holz setzt einem einen gewissen Widerstand entgegen“, erklärt er, warum sein Gipsentwurf nicht mit dem jetzt vorhandenen Original aus ­Robinie übereinstimmt. Kirchgemeinderat und Pastor hoffen nun, dass sie sich mit dem Werk anfreunden werden.

Bis jetzt besaß die Kirchengemeinde eine selbstgebaute Krippengruppe aus Stoff. Künftig sollen Figuren aus dauerhaftem Holz in der Weihnachtszeit vorm Altar stehen. Dafür hatte die Gemeinde einen Wettbewerb ausgelobt, den Karl Späth mit seinem Modell für sich entschied.

 

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