Kandidatensuche beginnt:

Wer will Oberbürgermeister werden?

Nach der Entscheidung von Paul Krüger, seine Amtszeit nun doch schon im März zu beenden, beginnen die Parteien zu wirbeln. Während diese noch suchen, hat ein Einzelkandidat bereits angekündigt, sich um das Amt zu bewerben.

Michael Nötzel will noch einmal antreten und Oberbürgermeister von Neubrandenburg werden. Wer schmeißt außerdem seinen Hut in den Ring?
H. Nieswandt, O. Krause; Montage: J. van Betteray Michael Nötzel will noch einmal antreten und Oberbürgermeister von Neubrandenburg werden. Wer schmeißt außerdem seinen Hut in den Ring?

Nach der Ankündigung des Neubrandenburger Oberbürgermeisters Paul Krüger, sein Amt Ende März planmäßig niederzulegen und mit dem Ruhestand nicht bis zum Herbst 2015 zu warten, wirft der erste Kandidat seinen Hut in den Ring: Michael Nötzel will Oberbürgermeister von Neubrandenburg werden. Das bestätigte er am Mittwoch auf Nachfrage des Nordkuriers. Der 57-Jährige Unternehmensberater war im Jahr 2008 schon mal zur Direktwahl zum OB angetreten, damals holte er 10,7 Prozent der Stimmen. Erst im Mai ist er wieder als Einzelvertreter in die Stadtvertretung gewählt worden. Hinter ihm liegt ein langer Weg in der Kommunalpolitik – er führte von 1990 bis 2008 die Neubrandenburger CDU-Fraktion, saß für die CDU im Landtag, löste sich dann im Streit von ihr und trat 2008 sogar aus der Partei aus. „Die Stadt braucht dringend Veränderungen an vielen Stellen“, sagt Nötzel. Er wisse, wie die Stadt vorankommen könne. Eine gewisse Kandidatenvielfalt könne der Wahl zudem nur guttun.

Nur in der CDU gibt es schon zwei Kandidaten

Die Neubrandenburger Parteien äußern sich noch nicht eindeutig, wen sie ins Rennen schicken wollen. Die Linke, die CDU und die SPD erklären zwar, dass sie jeweils Kandidaten nominieren werden, können bei den Personalien aber noch nicht eindeutig werden. Denn alle Ortsverbände der drei großen Fraktionen in der Stadtvertretung setzen nun in den kommenden Wochen Mitgliederversammlungen an, bei denen jeweils ein Kandidat beziehungsweise eine Kandidatin offiziell nominiert wird. Alle drei Ortsvorsitzenden – Frank Benischke (CDU), Michael Hinzer (Linke) und Rainer Helmke (SPD) – betonen, dass sie noch absolut offen sind für Bewerbungen. Nur bei der CDU sind zwei Kandidaten bereits bekannt, bestätigt Frank Benischke. Die CDU-Fraktionschefin Diana Kuhk und der zweite stellvertretende Oberbürgermeister Peter Modemann werden um die Stimmen des CDU-Ortsverbandes werben.

Die Grünen haben bislang nicht geplant, einen eigenen Kandidaten zu stellen, sagt Nicolas Mantseris, Sprecher des Ortsverbandes Neubrandenburg. Bislang habe man eher auf die Möglichkeit gesetzt, einen gemeinsamen Kandidaten mit der SPD oder mit den Linken zu nominieren. Daraus sei aber nichts geworden.

Kritik an Krügers Entscheidung auf den letzten Drücker

Ob die Stadtvertreter bei ihrer Sitzung am heutigen Donnerstag per Eilbeschluss einen Termin festlegen, an dem die Neubrandenburger an die Wahlurnen treten sollen, um über ihren Oberbürgermeister für die nächsten sieben Jahre abzustimmen, ist ungewiss. Stadtpräsidentin Irina Parlow (Linke) wollte sich am Mittwochabend über die genaue Rechtslage informieren. Möglicherweise reiche es, wenn die Festlegung erst im Dezember getroffen wird, sagt sie.

Das Gesetz schreibt vor, dass spätestens zwei Monate vor der Amtsaufgabe gewählt werden muss – also wird der Termin sehr wahrscheinlich im Januar liegen.

Unterdessen erfährt Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) Kritik, weil er seine Amtsaufgabe zum 31. März erst auf den allerletzten Drücker erklärt hat und nun Eile geboten ist. Michael Hinzer und Michael Nötzel sprechen unisono von einer „Riesensauerei“. Auch Rainer Helmke hätte sich eine Entscheidung vor zwei oder drei Monaten gewünscht. Frank Benischke enthält sich eines Kommentars.

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