Zwangsversteigerung:

Werderbruch findet endlich doch noch einen Bieter

Das Gasthaus „Werderbruch“ im Kulturpark ist eine Neubrandenburger Institution. Doch seit Monaten steht es leer. Jetzt kam es zur Zwangsversteigerung. Hat das Lokal eine Zukunft?

Trist und menschenleer rottet das Gasthaus „Werderbruch“ im Kulturpark vor sich hin. Andreas Hempel will in das seit Monaten leer stehende Restaurant wieder Leben bringen.
Hartmut Nieswandt Trist und menschenleer rottet das Gasthaus „Werderbruch“ im Kulturpark vor sich hin. Andreas Hempel will in das seit Monaten leer stehende Restaurant wieder Leben bringen.

Hinter der nüchternen Ausschreibung „Gewerbegrundstück Lessingstraße 14 mit Betreiberwohnung“ verbirgt sich eine Neubrandenburger Institution: das Gasthaus Werderbruch im Kulturpark. 1975/77 gebaut, gefragt, beliebt auch nach der Wende, steht es seit Monaten leer. Die Zwangsversteigerung lockt ganze neun Menschen in den Saal. Der Verkehrswert des Objekts wird auf 176 000 Euro beziffert, bei der Hälfte liegt das Mindestgebot.

Doch die halbe Stunde Gebotszeit scheint im Schweigen zu vergehen. „Will denn jemand anfangen?“, fragt Rechtspflegerin Beatrice Langhoff. Ersts kurz vorm Ablauf der Frist erhebt sich ein Mann: Holz-Unternehmer Andreas Hempel ist willens, 88 000 Euro für den Werderbruch auszugeben. Er bleibt der einzige Bieter und bekommt den Zuschlag. Was er mit dem Gasthaus machen will: "Verpachten und dafür sorgen, dass es so schnell wie möglich wieder öffnet“, verspricht er.