Tierische Serie mit tödlichem Ausgang:

Wie das Steak aus dem Stall bis auf den Teller kommt

Von der Zeit im Bauch der Mutterkuh bis zur Schlachtung und Verarbeitung begleiten wir in einer Serie den Lebensweg eines Rindes. Ein Unternehmen der Region öffnet seine Türen für ungewöhnliche Einblicke.

Hans-Dieter Gabel im Maststall in Pripsleben
Ingmar Nehls Hans-Dieter Gabel im Maststall in Pripsleben

Es ist so schön bequem. Ein Griff in die Kühlbox oder eine Bestellung an der Theke. Fleisch­essen ist herrlich einfach und wahnsinnig unnatürlich. Mit dem Tier, das für unseren Genuss mühevoll aufgezogen werden und dann sterben muss, beschäftigt sich wohl kaum jemand. Von der Zeugung bis zur Schlachtung eines Rindes vergehen fast zwei Jahre. Etwa 1400 Euro kostet die Aufzucht eines schlachtreifen Rindes, schätzt Hans-Dieter Gabel, Geschäftsführer der Landfleischerei Torney in Pripsleben bei Altentreptow. Das Unternehmen ist Partner unserer Serie, bei der wir ein Rind von der Zeit im Bauch der Mutterkuh bis zur Schlachtung und Verarbeitung begleiten.

In Pripsleben leben zwei Herden Fleckvieh mit jeweils 120 Tieren, in Gützkow bei Tützpatz eine weitere Herde mit 100 Rindern. Jedes Rind hat etwa einen Hektar Grünland. Die Hauptdeckzeit ist gerade abgeschlossen. In etwa 14 Tagen werden die Kühe untersucht, ob sie trächtig sind. Eine Kuh wird dann ausgewählt, die das Serienkalb im kommenden Frühjahr hoffentlich gesund zur Welt bringt. Im kommenden Herbst wird die Färse oder der Bulle von der Mutterkuh getrennt und in einen Stall nach Schossow gebracht, bevor das Rind zum Mästen wieder nach Pripsleben kommt. Im Sommer 2015 werden wir das Serientier dann nach Teterow zum Schlachter begleiten. Von dort kommt es zerlegt in die Torney-Fleischerei nach Altentreptow, wo es verarbeitet wird und als Wurst und Fleisch in die Filialen geht.

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