Ewiger Balkonstreit:

Wie geht es weiter beim Fontanehof?

Trotz der jahrelangen Auseinandersetzungen um die Baupläne für den sogenannten Fontanehof am Augustabad wollen die Investoren nicht aufgeben. Jetzt erst recht nicht, wo es vielleicht einen kleinen Silberstreif am Horizont gibt.

Wie der Fontanehof aussehen könnte, zeigt das Bauschild.
Andreas Segeth Wie der Fontanehof aussehen könnte, zeigt das Bauschild.

Auf dem Areal am Augustabad, wo die drei Neubrandenburger Unternehmer Owe Gluth, Torsten Krenz und Bernd Herrmann drei Villen mit 21 exklusiven Wohnungen errichten wollen, tut sich immer noch nichts.

Im vergangenen Herbst hatten die Stadtvertreter beschlossen, die Angelegenheit weiter zu betreiben. Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Marco Messner (CDU), weiß aber auch nur, dass Stadtverwaltung und Investoren „wohl im Gespräch sind“.

Investor Owe Gluth bestätigt, man arbeite kräftig an den Plänen. Sehr gut möglich, dass noch in diesem Jahr die Baugenehmigung für die drei Villen erteilt werde. Hofft er jedenfalls. Das Hin und Her um den Bauplatz in bester Lage beschäftigt Verwaltung, Gutachter und Investoren schon seit Jahren. Bevor die drei Viertorestädter sich der Sache annahmen, hatte ein früherer Investor schon entnervt das Handtuch geworfen.

Im noch gültigen Bebauungsplan ist das Areal als Sondergebiet für Tourismus, Sport, Freizeit und Erholung ausgewiesen. Die drei Investoren wollen zwei Sonderflächen als Wohngebiet planen. Einer der am meisten umstrittenen Punkte ist nach wie vor die Ausrichtung der Balkone an den Wohnungen. Weil das Rathaus in Sachen Lärmschutz mögliche Klagen der künftigen Wohnungsbesitzer wegen des „Krachs“ vom Strand befürchtete, sieht der noch aktuelle Bebauungsplan die Balkone am hinteren Teil der Häuser vor. Das aber wollen die Investoren  aber um keinen Preis, sondern die Balkone „zum See“ bauen lassen.

„Wir beabsichtigen, die Vorbereitung unserer Bauvorhaben fortzusetzen“, appellierten die drei Investoren an die Stadtvertreter. Denn schließlich wolle man dazu beitragen, die Ziele der Stadt zur Entwicklung des Seeufers umzusetzen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung