Behelfsbrücke hat lange Bestand:

Wie lange muss dieses Provisorium halten?

Als Übergangslösung gedacht, ist die Behelfsbrücke Demminer Straße in Neubrandenburg nun schon mehr als vier Jahre in Benutzung. Wird es denn überhaupt noch etwas mit einer "ordentlichen" Brücke?

Die Behelfsbrücke in der Demminer Straße in Neubrandenburg wird auch weiter ein Provisorium bleiben, aber an einem Brückenersatzbau wird gearbeitet. Derzeit liegen die Entwürfe beim Bundesverkehrsministerium, heißt es aus dem Straßenbauamt Neustrelitz.
Paulina Jasmer Die Behelfsbrücke in der Demminer Straße in Neubrandenburg wird auch weiter ein Provisorium bleiben, aber an einem Brückenersatzbau wird gearbeitet. Derzeit liegen die Entwürfe beim Bundesverkehrsministerium, heißt es aus dem Straßenbauamt Neustrelitz.

Vier lange Jahre sind es, in denen die Behelfsbrücke das Neubrandenburger Stadtbild schon prägt. Seit Ende 2010 gibt es sie. Sie war nötig geworden, nachdem zwei Brückenteile abgerissen werden mussten, weil sie zu marode waren. Der zweite Bauabschnitt der richtigen Eisenbahnbrücke, der dann auch über mehrere Bahngleise führt, lässt indes auf sich warten. Noch im September 2013 sprachen die Verantwortlichen erst von einer Entwurfsplanung.

Die Bauarbeiten an der Hochbrücke Woldegker Straße sowie an der Moorbrücke auf dem Friedrich-Engels-Ring haben den Ersatzbau nahe des Pferdemarktes ins Abseits rücken lassen, vermuten viele Neubrandenburger. Die Verantwortlichen argumentierten einst, dass eine zusätzliche Baustelle den Verkehr in der Stadt zusätzlich belasten würde.

Doch die zwei aktuellen Großprojekte liegen bestens in der Zeit. Sie sollen Mitte 2016 fertig sein. Bedeutet das vielleicht nun doch einen Startschuss für einen Ersatzbau in der Demminer Straße und damit, dass diese Behelfsbrücke verschwindet? Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, hatte vor einem halben Jahr auf Nordkurier-Anfrage einen Baubeginn Mitte 2016 und einen Abschluss der Maßnahme 2018 in Aussicht gestellt. 

Abstimmung mit der Bahn

Peter Baumgarten vom Straßenbauamt hüllt sich nun auf erneute Nachfrage allerdings in Schweigen, zumindest, was mögliche Bauzeiten betrifft. Die derzeitigen Brückenprojekte in Neubrandenburg hätten gar nicht so maßgebliche Auswirkungen auf das Bauvorhaben Eisenbahnbrücke. Es gehe viel mehr um das Bahngelände, sagt er. Die Deutsche Bahn und die Stadt Neubrandenburg würden sich noch in Absprachen zu dem Thema befinden. Es gehe um Aufzüge und auch um einen Bahntunnel bis ins Vogelviertel. Gleichzeitig wolle die Bahn wohl noch auf dem Areal, über das die neue Brücke dann führen soll, Hand anlegen. „Das muss alles koordiniert werden“, sagt Peter Baumgarten, der aber betont, „so schnell wie möglich“ mit dem Bau beginnen zu wollen.

Der Vorentwurf hierfür liegt derzeit beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin vor. Denn das Bauvorhaben wird größtenteils von der Deutschen Bahn und dem Bund getragen. Die Stadt Neubrandenburg hat dabei nur einen kleinen Anteil.

Wann das Ministerium von sich hören lassen will, wisse er nicht, so Peter Baumgarten. Auf Nordkurier-Nachfrage in Berlin bestätigt die Pressestelle, dass dieser Vorentwurf bis zum Frühling geprüft werde. Doch schon jetzt hätten sich Fragen ergeben, die das Straßenbauamt Neustrelitz noch beantworten müsse. Das sei aber kein Beinbruch und führe zu keiner zeitlichen Verzögerung, heißt es. Danach werde ein Bauwerksentwurf erarbeitet, der wiederum in Berlin eingereicht werden muss. Wenn das geklärt ist, erfolge die Ausschreibung des Bauvorhabens und der Ersatzneubau könne starten.

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