Neue Kita geplant:

Wird AWO erster freier Kita-Träger in Treptow?

Neubau, Kauf oder Miete? Die Awo möchte eine Kita in Altentreptow aufmachen und hat mehrere Optionen verfolgt. Jetzt könnte es losgehen. Wenn die Stadt mitspielt.

Die Awo möchte eine Kita in Altentreptow aufmachen. 
Jens Büttner Die Awo möchte eine Kita in Altentreptow aufmachen. 

Das Vorhaben nimmt Gestalt an, auch wenn    Die AWO will in das Haus am Holländer Gang in Altentreptow einziehen und eine Kindertagesstätte mit Hortbetreuung eröffnen. Ziel: 1. November 2015. So könnte der Wohlfahrtsverband der erste freie Träger in der Kitalandschaft von Altentreptow sein. 

180 000 Euro soll das Haus laut Gutachten kosten. Die Summe ist der Awo aus Stavenhagen angesichts einer noch bevorstehenden Sanierung zu hoch. Awo-Chef Klaus Schmidt rechnet mit Investitionen in Höhe von rund 250 000 Euro, die die AWO für den Holländer Gang berappen müsste. „Wir hoffen, dass die Stadt noch ein paar Tausender vom Kaufpreis ablässt.“ Die AWO möchte das Haus auch nicht cash erwerben, sie würde mit der Stadt gern einen Erbbaurechtvertrag über 40 Jahre abschließen. Diese Vorgehensweise praktiziere sie unter anderem mit den Städten Malchin und Stavenhagen.

Altentreptows Bürgermeister Volker Bartl hält die Kaufsumme des Gutachtens für gerechtfertigt. „Aber ob wir die Summe auch auf dem Markt erzielen können, ist die andere. Wir werden da aufeinander zugehen müssen. Ich halte sie angesichts der Investitionskosten, die da noch kommen, auch für etwas zu hoch“, sagt Bartl.

Die Stadt hat die Kindertagesstätten ausgeschrieben. Die AWO werde sich um keine der beiden Einrichtungen in der Liebknecht- und Westphalstraße bewerben, macht Schmidt klar. Für sie steht nur der Holländer Gang zur Debatte. Hier würden dann auch Erzieher gebraucht, wenn es im November los gehen soll. Über deren Gehalt gibt Schmidt freimütig Auskunft. „Das Einstiegsgehalt einer Erzieherin, die bei uns in Vollzeit arbeitet, beträgt 2080 Euro im Monat. Je nach Steuerklasse bleiben 1500 bis 1700 Euro netto übrig.“ Der lokale öffentliche Dienst ist da etwas großzügiger: In der Lohntüte einer Vollzeitkraft stecken 2300 Euro.

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