Trotz Schonzeit:

Wilderer lassen Hirsch qualvoll verenden

Jäger stehen nach dem Fund eines toten Rothirsches vor einem Rätsel. Das stolze Tier wurde von einem Unbekannten erschossen und liegen gelassen.

Dieser Rothirsch starb mit einer Schussverletzung in einem Vorflutgraben in den Datzewiesen. Jäger fragen sich, wer auf ihn angelegt hat, denn für Rotwild begann am 1. Februar die Schonzeit. 
Tino Krause Dieser Rothirsch starb mit einer Schussverletzung in einem Vorflutgraben in den Datzewiesen. Jäger fragen sich, wer auf ihn angelegt hat, denn für Rotwild begann am 1. Februar die Schonzeit. 

Tino Krause, Jagdaufseher in einem Wald- und Wiesenrevier zwischen Warlin und Bahnhof Sponholz, traute seinen Augen nicht, als er den mächtigen Wildkörper erblickte. Ein ausgewachsener, gut ernährter Rothirsch lag da vor ihm in einem Vorflutgraben. Tot, vermutlich seit gut zwei Wochen. Ein toter Rothirsch um diese Jahreszeit? Da ist doch etwas faul, sagte sich der Revieraufseher und besah sich das Stück genauer.

Hirsch nicht fachgerecht geschossen

Und dann war es klar: Das Tier starb keines natürlichen Todes. Es war geschossen worden. Das Projektil traf den Hirsch schräg von oben in den hinteren Rücken und trat im vorderen Brustbereich wieder aus. Starke Tiere wie Rothirsche können damit noch mehrere hundert Meter flüchten. Jeder vernünftige Jäger hütet sich deshalb davor, einen solchen Schuss abzugeben. Und überhaupt. Rotwild hat seit dem 1. Februar Schonzeit. Frank Klein, der zuständige Jagdpächter, erstattete auch deshalb sofort Anzeige. Schonzeitvergehen sind immerhin Straftaten.

Waren in den Datzewiesen Wilderer am Werk? „Bei der Vorstellung, dass zu später Stunde irgendein Typ mit einer Waffe im Hinterhalt lauert, beschleicht einem schon ein ungutes Gefühl“, meint Tino Krause. Umso wichtiger sei es, den Vorfall aufzuklären. 

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