Beratung nun doch öffentlich:

Wird Grundstücksverkauf zur Chefsache?

Ein Neubrandenburger Sahne-Grundstück steht zum Verkauf. Beinahe wäre die Ermächtigung zu Verkaufsgesprächen vom neuen OB unter Ausschluss der Öffentlichkeit erteilt worden.

Darum dreht es sich jetzt: Auf dem Grundstück mit der alten Volkshochschule soll ein Vier-Sterne-Hotel gebaut werden. 
Thomas Beigang Darum dreht es sich jetzt: Auf dem Grundstück mit der alten Volkshochschule soll ein Vier-Sterne-Hotel gebaut werden. 

Ob der neue Oberbürgermeister Verkaufsverhandlungen über ein Grundstück in der Neubrandenburger Innenstadt führen darf, darüber entscheiden die Stadtvertreter nun doch im öffentlichen Teil ihrer Sitzung am Mittwoch. Die Stadtvertreter sollen ihn, so der erklärte Wille Silvio Witts, dazu ermächtigen, Investoren das Areal zwischen Stargarder, Post- und Markgrafenstraße schmackhaft zu machen. Unter der Bedingung, hier ein Vier-Sterne-Hotel zu bauen. Die Ermächtigung dafür sollten die Stadtvertreter dem Verwaltungschef im nichtöffentlichen Teil der Sitzung erteilen. Am Montag hat die Rathaus-Spitze bei Stadtpräsidentin Irina Parlow beantragt, diesen Tagesordnungspunkt doch öffentlich zu behandeln. Aber, so beeilt sich Rathaus-Sprecherin Doreen Duchow zu versichern, schon Ende der vergangenen Woche habe Oberbürgermeister Witt prüfen lassen, ob die Behandlung des sensiblen Themas tatsächlich nichtöffentlich sein muss.

Aber der geplante Verkauf des Grundstücks birgt noch andere Fragen. Denn bisher hieß es immer, für das neue Hotel, das für das dem Abriss geweihte Radisson errichtet werden soll, sei das Areal zwischen HKB und Polizeipräsidium vorgesehen. Warum jetzt dieser Sinneswandel eingetreten ist, wollte das Rathaus mit dem Verweis auf die Stadtvertretersitzung am Mittwoch nicht verraten. Ebenso noch ungeklärt, warum in der Verwaltung jetzt plötzlich so aufs Tempo gedrückt wird. Denn, so beklagen Stadtvertreter, außer mit einer Vorlage im Hauptausschuss hat sich bisher noch kein Gremium der Stadtvertretung wie etwas der dafür zuständige Stadtentwicklungsausschuss oder der Finanzausschuss damit beschäftigen können. 

 

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