Nur Fördergelder fehlen noch:

Wird hier bald Asbest recycelt?

Im Energiepark Rosenow steht ein neues Projekt in den Startlöchern. Dabei geht es um einen nicht ganz ungefährlichen Stoff.  

Diese Container sollen zukünftig für die Asbestforschung genutzt werden. Projektingenieur Stephan Schütt ist der Verantwortliche für die Realisierung.
Caroline Kern Diese Container sollen zukünftig für die Asbestforschung genutzt werden. Projektingenieur Stephan Schütt ist der Verantwortliche für die Realisierung.

„Mehr als 180 000 Tonnen fahren wir im Jahr an Haus- und Sperrmüll ein“, sagt Projektingenieur Stephan Schütt. Das ist eine ganze Menge Müll, die die Abfallentsorgungsgesellschaft OVVD in Rosenow einsammelt und verwertet. Und dabei legt das Unternehmen sein Augenmerk auf umweltbewusstes und dennoch wirtschaftliches Handeln. So auch bei einem neuen Projekt, das der Entsorger zusammen mit der BN Umwelt GmbH und der Hochschule Wismar ins Leben rufen will. Dabei soll der gebundene Asbest aus Wellplatten, Böden und ähnlichen Gegenständen recycelt werden.

Seit 1990 ist Anwendung von Asbest verboten

Dabei werde der Stoff in einer ersten Stufe unschädlich gemacht und in einem zweiten Vorgang von dem Zement gelöst. „Mehr als 5000 Tonnen Asbest werden jedes Jahr bundesweit freigelegt“, weiß Stephan Schütt. Bis zur Wende wurde der Stoff in Ost wie West aufgrund seiner Faserstruktur gern als Bausubstanz verwendet. Doch wegen eben dieser Struktur ist er auch so gefährlich und gilt als krebsfördernd. Seit 1990 ist die Verwendung von Asbest daher auch in der gesamten EU verboten.

„Wenn wir unsere Anlage errichten, wird das aber keine Gefahr für uns oder die Leute hier“, ist Stephan Schütt sicher. Auch Rosenows Gemeindevertreter stimmten auf der jüngsten Sitzung dafür. Bevor die Fachleute tatsächlich in Schutzanzügen mit dem Recycling des Asbestes starten, warten sie noch auf die Bewilligung von Fördergeldern. „Der Genehmigung dürfte aber nichts mehr im Wege stehen und dann können wir im Frühjahr starten“, so der Ingenieur.

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