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Wucherndes Grün verärgert Anwohner

„Das geht Sie gar nichts an“, bekommen besorgte Nachbarn zu hören, wenn sie Leute zur Rede stellen, die eine verwahrloste Fläche noch weiter verunstalten. Und meinen: Das müsste nicht sein, wenn das Grün gepflegt würde.

Kaputte Zäune, wucherndes Grün: Hinter dem Wohnblock in der Kopernikusstraße bietet sich ein trauriger Anblick. 
Susanne Schulz Kaputte Zäune, wucherndes Grün: Hinter dem Wohnblock in der Kopernikusstraße bietet sich ein trauriger Anblick. 

Wenn die Bewohner der Kopernikusstraße 8 bis 12 in der Neubrandenburger Oststadt aus dem Fenster schauen, sehen sie erst mal ein Baugerüst: Die Fassade ihres Wohnblocks wird saniert. Doch der etwas eingeschränkte Blick kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich wenige Meter weiter äußerst Unerfreuliches zeigt: Wucherndes Grün bedeckt jenes Gelände, wo sich einst der Schulgarten der Oberschule XVI befand, beklagen Anwohner am Nordkurier-Lesertelefon.

„Die Hecken sind total verholzt. Wenn sie mal geschnitten würden, könnten sie wieder neu austreiben“, wünscht sich eine Mieterin. Im vergangenen Jahr sei die Fläche mal gemäht worden, der letzte Heckenschnitt allerdings liege wohl schon drei Jahre zurück. Problematisch ist allerdings nicht nur der unschöne Anblick, sondern auch die Tatsache, dass die ungepflegte Fläche offenbar Leute ermutigt, sie weiter zu verunstalten. „Immer wieder wird dort einfach Sperrmüll abgestellt“, berichten die Nachbarn, die selbst auch zwischenzeitlich schon mal aus eigener Kraft aufgeräumt haben.

Anlass zur Verärgerung liefern aber auch Kinder, die dort nicht nur spielen, sondern offenbar auch rauchen und zündeln: „Wir haben dort bereits Feuerstellen gefunden und auch schon mal eine Rauchsäule aufsteigen sehen“, berichtet eine Anruferin am Direkten Draht. Die Eltern der Kinder unternehmen offenbar nichts dagegen – im Gegenteil: „Das geht Sie gar nichts an“, haben Mieter zur Antwort bekommen, als sie die Eltern zum Eingreifen aufforderten. Wenn schon nicht für diesen Konflikt, so doch zumindest für den Zustand der Grünflächen scheint Abhilfe in Sicht, wie der Nordkurier auf Nachfrage aus dem Rathaus erfuhr. Das Gelände des ehemaligen Schulgartens befinde sich in der Verantwortung des Städtischen Immobilienmanagements (SIM), bestätigt Stadt-Sprecherin Doreen Duchow. Der städtische Eigenbetrieb kümmere sich um die nötigen Pflegemaßnahmen für das Oststadt-Grün. Mäharbeiten und Gehölzschnitt würden „nach Bedarf in nächster Zeit ausgeführt sowie möglicher Unrat umgehend beseitigt“.