Orkan ist milde zu Neubrandenburg:

„Xaver“ bläst die Schulen leer

Es hätte schlimmer kommen können. Trotzdem hat der Orkan bei seinem Besuch für einigen Wirbel gesorgt.

Was auf dem Burg Stargarder Markt als Blickfang für die Weihnachtszeit gedacht war, hat dem Wind nicht stand gehalten. Aber auf der Burg steht alles bereit für die traditionelle Burgenweihnacht am Sonntag.
Anett Seidel Was auf dem Burg Stargarder Markt als Blickfang für die Weihnachtszeit gedacht war, hat dem Wind nicht stand gehalten. Aber auf der Burg steht alles bereit für die traditionelle Burgenweihnacht am Sonntag.

Hinterher ist man immer schlauer. Der Sturm Xaver hat in Neubrandenburg nicht so stark gewütet wie befürchtet. Darum hat der Weberglockenmarkt am Freitag gleich wieder seine Türen geöffnet. „Aus Sicherheitsgründen bleiben der Märchenwald auf dem Marktplatz und die Fuhrgeschäfte am Rathaus aber vorerst geschlossen“, hieß es.

Das Städtische Immobilienmanagement warnt weiter vor dem Betreten des Stadtwaldes und der Friedhöfe. Die meisten Neubrandenburger zeigten sich umsichtig und verzichteten auch auf den Besuch der Grabstätten, wie Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung erzählen. Dies ist auch vernünftig, denn auf dem Neuen Friedhof sind einige Äste von den Bäumen gestürzt und auch zwei kleinere Bäume wurden vom Wind umgeworfen. Auch im Kulturpark und am Reitbahnsee kippten Bäume um. Die stärkste Wirkung entfaltete der Sturm in den Schulen: Weil Eltern selbst entscheiden konnten, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken, blieben viele Klassenräume leer.

Die Neubrandenburger Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr waren noch bis zum Freitagabend in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Polizei registrierte keine großen Unglück. In der Woldegker Straße ist am Donnerstagabend ein PKW über eine umgestürzte Laterne gefahren und in der Neustrelitzer Straße ist ein Baum auf einem Parkplatz umgekippt. Am Donnerstagabend wurde auf der B 96 bei Weisdin ein Autofahrer durch einen umgestürzten Baum verletzt.

Um Neubrandenburg herum hat Xaver sich stärker ausgetobt. Nach Informationen der unteren Katastrophenschutzbehörde waren in der Seenplatte insgesamt 343 Kameraden von 57 örtlichen Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr bei mehr als 70 Einsätzen aktiv. 68 umgestürzte Bäume wurden dabei beräumt. Unter anderem erwischte eine Windbö den Weihnachtsbaum auf dem Burg Stargarder Markt und knickte ihn ab.

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