Zwei Klassen-Gesellschaft für Kinder?:

Zaun um Spielplatz sorgt für Ärger

Ein Zaun um einen Spielplatz in der Oststadt verwundert - und verärgert. Denn nur die Mieter der Neuwoges haben einen Schlüssel. Alle anderen haben schlechte Karten. 

Früher war der Spielplatz im Innenhof offen. Jetzt stehen Julian und seine Mama vor einem Zaun, weil sie nicht Mieter der Neuwoges sind.
Ingmar Nehls Früher war der Spielplatz im Innenhof offen. Jetzt stehen Julian und seine Mama vor einem Zaun, weil sie nicht Mieter der Neuwoges sind.

Der Neuwoba-Spielplatz in der Ziolkowskistraße ist für alle Menschen zugänglich. Das sollte normal sein, ist es aber nicht. Julian Haase und Mama Diana Haase stehen vor einem Zaun und schauen anderen Kindern beim Spielen zu. Wippe, Schaukel, Klettergerüst, alles neu, so wie der Zaun, den die Neuwoges davor gesetzt hat. Vorher war der Spielplatz immer frei zugänglich, erzählt Diana Haase, die seit 2010 in der Ziolkowskistraße wohnt.

Für die Türen zum Innenhof haben nur die Neuwoges-Mieter der Wohnhäuser Joliot-Curie-Straße 1-9 und Röntgenstraße 2-10 einen Schlüssel. Blöd für den fünfjährigen Julian, denn er ist ein Neuwoba-Kind. „Wie kann es sein, dass schon Kinder zweiklassig behandelt werden und wir, die im Hochhaus der Neuwoba wohnen, nicht auf diesen Spielplatz kommen“, fragt Diana Haase.

Neuwoges-Chef Frank Benischke begründet den knapp 1,10 Meter hohen Zaun damit, dass der Spielplatz beispielsweise vor Vandalismus oder Verunreinigungen geschützt werden soll. Dies leuchtet wenig ein, denn am Giebel der Joliot-Curie-Straße 1 ist der Hof nicht verschlossen und somit der Zugang zum Innenhof und zum Spielplatz jederzeit möglich. Darauf verweist auch Benischke. Diana Haase will von der Neuwoges wiederum erfahren haben, dass auch hier noch Tore eingebaut werden sollen. Dann wäre der Spielplatz für kleinere Kinder wie Julian nicht nutzbar.

Benischke weist darauf hin, dass die Mieter die laufende Unterhaltung und Pflege der Freianlagen einer Wohnanlage finanzieren. Darum sollten die Anlagen zunächst auch von den Mietern genutzt werden. Auch die Genossenschaftsmitglieder der Neuwoba kommen für die 111 Neuwoba-Spielplätze in der Stadt auf. „Grundsätzlich sind alle Spielplätze frei und ohne Zaun. Wir grenzen kein Kind aus“, betont Vorstandssprecher René Gansewig.

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Kommentare (2)

da sollte der Herr Bürgermeister dieser ach so tollen Kreisstadt mal die Ar...backen zusammenkneifen und etwas gegen solch eine hirnlose, entwürdigende Geldverschwendung unternehmen.

ich find es verdammt traurig sowas kinderunfreundliches....was glauben die was es für die kinder bedeutet wenn die vor dem zaun stehen und auf diesem spielplatz net dürfen und können ....soviele häuser von der neuwoges sehen so vergammelt aus vieleicht da mehr geld reinstecken und net für so ein dreck ....