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Zeitungsleser bringen Reh-Quäler zur Strecke

Nachdem der Nordkurier über die grausame Misshandlung einer trächtigen Ricke berichtete, sind zahlreiche Hinweise bei der Polizei eingegangen. Nun können die Ermittler erste Erfolge vorweisen.

Der Jäger, der das noch lebende Tier entdeckt hatte, sagt es habe geklagt und geschrien.
Günter Der Jäger, der das noch lebende Tier entdeckt hatte, sagt es habe geklagt und geschrien.

Entsetzen, Bestürzung, Zorn: Die Quälerei eines trächtigen Rehs hat bei vielen Menschen heftige Reaktionen ausgelöst. Nachdem der Nordkurier über den grausamen Vorfall berichtet hatte, meldeten sich viele Leser bei der Polizei. Zunächst hatten die Beamten der Quälerei nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Nun können sie aber erste Erfolge vorweisen. Es seien Hinweise eingegangen, die acht Beschuldigte „in den Fokus geraten ließen", heißt es aus dem Kriminalkommissariat Neubrandenburg.

Zwei der Verdächtigen hätten demnach bereits Geständnisse abgelegt. Die anderen sechs haben eine Vorladung zur Vernehmung bekommen. Während ihrer Ermittlungen hätten die Beamten außerdem weitere Delikte aufklären können. Dabei handelt es sich unter anderem um „Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahren ohne Fahrerlaubnis".

Polizei räumt Fehler ein

Als ein Jäger die trächtige Ricke Ende Februar gefunden hatte, lag das Tier auf Motorradreifen-Spuren und war noch am Leben. „Die Läufe waren gebrochen. Blut floss aus dem Maul. Hinten wurde Kot aus dem Körper gedrückt. An manchen Stellen war blanke Haut zu sehen, weil Haarbüschel heraus gerissen wurden. Das Tier klagte und schrie, es quälte sich“, beschreibt Jäger Rico Ramm seinen grausamen Fund.

Als ein weiterer Jäger daraufhin die Polizei rief, wurde ihm gesagt, dass kein Streifenwagen kommen werde. Er solle Bilder machen und damit am nächsten Tag im Polizeirevier Altentreptow Anzeige erstatten. Kurz darauf räumten die Beamten allerdings ein, falsch gehandelt zu haben. Die Lage sei in der Einsatzleitstelle falsch eingeschätzt worden. „Dieser Umstand ist nicht zu entschuldigen“, so eine Sprecherin.

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Kommentare (7)

Wenn dieses Verhalten des Polizisten/der Polizistin in der Einsatzleitstelle nicht zu entschuldigen ist, exisitieren demnach keine ihn/sie entlastende Umstände. Was steht dann der Notwendigkeit und Möglichkeit im Wege, diesen Polizisten/diese Polizistin disziplinar zur Verantwortung zu ziehen, z.B. mit einem Beförderungsstop für 2 Jahre und mit der Verpflichtung zu einer Geldspende über 500 EURO und 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit, am besten für und in einem Tierheim, um wieder das Gefühl für Tiere zu sensibilisieren ? ?

Wegen einem toten Tier (einer der Jäger nahm sein Messer und erlöste das Reh vor Ort) 2 Jahre Beförderungsstop und Geldstrafe 500 EUR plus 100 gemeinnützige Stunden? Sind ihre Chefs bei Ihnen auf Arbeit auch so rigide, wenn sie einen Fehler machen? Dann sollten Sie ihren Job wechseln bevor Sie wegen Angststörungen und Burnout-Syndrom bis zum Renteneintrittsalter arbeitsunfähig bleiben. Man gestattet sogar Maschinen und Computern Fehler und peitscht sie nicht deshalb aus oder bestraft sie mit Liebesentzug.

K. Doerre, Sie sind charakterlich auf dem Niveau der Tierquäler. Angststörungen, Burnout, wovon reden Sie? Wahrscheinlich leiden [Anmerkung der Redaktion: Hier wurde eine Beleidigung entfernt.] Sie unter diesen Störungen, gestehen aber anderen Lebewesen keine Leidensfähigkeit zu. "Nur ein Tier", Genau das sagte Adorno,,"nur ein Tier, damit beginnt für mich der Faschismus!"

Hallo estella.hold! Bitte achten Sie hier auf einen respektvollen Umgang und vermeiden Sie Beleidigungen. Sie können unsere Kommentarregeln in der Netiquette nachlesen: http://www.nordkurier.de/content/nordkurier-netiquette.html Mit freundlichen Grüßen, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion

Es ist einfach die traurige Wahrheit! Solchen Menschen gegenüber gibt es keinen Respekt. Denn wo bleibt der Respekt dieses Herrn gegenüber Tieren?

seid nett zueinader streichelt die tierquäler...... diese ganoven verstehen doch die sprache nicht, auch ein herr wunder kann mal ein paar kräftigere worte in diesem fall gebrauchen, schließlich kommen die aus dem deutschen sprachschatz und nicht aus dem englischen. diese worte sollte eigentlich jeder verstehen auch diese menschen!"

Der Eingangskommentar bezog sich auf den Polizisten in der Leitstelle, der die Situation möglicherweise falsch eingeschätzt hat. Auch die Antwort darauf hatte noch immer den Polizisten zum Thema. Die nächsten - Herrn Wunder ausgenommen - haben das irgendwie nicht begriffen. Plötzlich geht es um Tierquälerei und zu sanfte Töne Tierquälern gegenüber. Ist Lesen tatsächlich so schwer?