Vom Laden zur Kapelle:

Zieht Schutzpatron der Seeleute an den Tollensesee?

Umtriebiger Geschäftsmann und gläubiger Katholik: Nicola d’Aniello wünscht sich für Broda eine kleines Gotteshaus.

Hier könnte die Kapelle für den heiligen Nikolai stehen.
Susanne Schulz/Montage Nicole Weihmann Hier könnte die Kapelle für den heiligen Nikolai stehen.

Nicola d’Aniello hat einen Traum: von einem Ort der Ruhe abseits des ruhelosen Alltags. Eine kleine Kapelle in Broda wünscht sich der Neubrandenburger Gastronom und Stadtvertreter, nahe dem einstigen Klosterstandort. Wer auf der Seestraße unterwegs ist, soll direkt darauf zu kommen: an jenem Dreieck, wo jetzt noch ein leerstehender Laden thront; wo man links zum Klosterhügel, rechts zum Belvedere und geradeaus zum Tollensesee gelangt. 

Gewidmet sein soll die Kapelle - einen Steinwurf vom Ufer des Tollensesees entfernt - St. Nikolai, dem Schutzheiligen der Schiffer und Seefahrer. Nikolai wie Nicola? d’Aniello, durchaus als umtriebiger Geschäftsmann bekannt, muss lachen. Umgekehrt geht die Sache auf: Er selbst ist nach dem Heiligen benannt. Bereits in fünfter Generation seiner Familie trägt er diesen Namen und hat ihn als zweiten Vornamen auch seinem Sohn weitergegeben. Bildnisse von St. Nikolai finden sich in seinem Eiscafé im Neubrandenburger Marktplatz-Center ebenso wie in seiner Brieftasche.

Region hat auch katholische Geschichte

An vielen Ufern dieser Welt sind Gotteshäuser nach dem Heiligen benannt. "Warum nicht auch in Neubrandenburg?", überlegt d’Aniello und verweist auf die katholische Geschichte der Region, wo etwa Franziskaner und Prämonstratenserorden präsent waren.  "Wenn eine Sache vollbracht ist, will ich die nächste beginnen", sagt der 39-Jährige, der gerade gemeinsam mit Partnern die Bootsinsel nahe der Oberbachbrücke zu einem touristischen Anziehungspunkt ausbauen will.

Auch in Broda werden erst mal viele Fragen um Grundstücksverkauf, Bebauungspläne und Genehmigungsverfahren zu klären sein. Aber das schreckt den Unternehmer nicht: "Dieser Ort ist ein Paradies", schwärmt er, "der könnte so vielen Menschen Gutes tun."

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung