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Zwei Mal herrscht Land unter auf Baustelle

Der einzige Feind, mit dem die Bauarbeiter in der Loickenziner Straße bislang zu kämpfen hatten, war der Regen. Er setzte die Baustelle gleich zwei Mal komplett unter Wasser, was für die Bauleute, aber auch die Anlieger nicht ganz ohne Folgen  blieb.

Fast millimetergenau verteilt und schiebt der Baggerfahrer den Straßenunterbau in der Loickenziner Straße. Bis jetzt liegen die Arbeiten im Zeitplan.
Christina Weinreich Fast millimetergenau verteilt und schiebt der Baggerfahrer den Straßenunterbau in der Loickenziner Straße. Bis jetzt liegen die Arbeiten im Zeitplan.

Fünf Kilo hat er in etwa abgenommen, seit die Loickenziner Straße Ende August aufgerissen wurde, erzählt Jörg Heibel, der eine Pension samt Cateringservice betreibt. Weil die Straße samt unterirdischem Leitungsgeflecht erneuert wird,  kann der Gastronom nicht wie gewohnt vorfahren und Essen und Getränke einpacken. "Ich muss das Auto an der Stralsunder Straße abstellen und dann alles zu Fuß hin- und herschleppen." Das mache eben schlank. Aber es sei ein gutes Miteinander mit den Bauleuten. Das bestätigt auch Karla Weißenborn. Fleißig seien die und helfen, wenn Behinderungen auftreten.Eine Baustelle ohne Pleiten, Pech und Pannen sei die Loickenziner, freut sich Rainer Prüssel vom Stadtbauamt. "Bis jetzt gab es keine Beschwerde. Dass die Bauleute zwei Mal wegen des starken Regens abgesoffen sind, dafür können sie nichts. Gestern sollten eigentlich auch schon die neuen Straßenlaternen leuchten."Der Regen und anfängliche Schwierigkeiten beim Einbinden der Leitungen ins Geflecht unter der Stralsunder Straße sind die einzigen Probleme gewesen, die einige Tage Zeitverzug bei den Arbeiten brachten", sagt Bauleiter Ralf Piontkowski vom Bauunternehmen NST. "Es hat in der vergangenen Woche so stark geregnet, dass  wir drei Tage mit dem Wasser zu kämpfen hatten. Die Loickenziner hat Schräglage und es strömte  aus allen Richtungen in die Straße hinein, so dass wir in einem Bereich den Unterboden austauschen, davor aber noch Wasser abpumpen mussten." Die Fahrbahn wird jetzt für die Asphaltierung vorbereitet. Vom 11. bis 15. November ist dies geplant. Währenddessen werden in Richtung einstigem Kleiderwerk, Molkereiberg und Brunnenstraße weitere Meter  Versorgungsleitungen erneuert. Der nächste Bauabschnitt sei dann die Brunnenstraße. "Wenn das Wetter mitspielt, ziehen wir hintereinander weg", sagt Piontkowski.