:

Zwei neue Kandidaten zur Oberbürgermeister- Wahl

Mittlerweile steht eine ganze Palette an Oberbürgermeister-Kandidaten in Neubrandenburg zur Wahl. Auch Silvio Witt und Manfred Pawlowski wollen an die Rathausspitze. Am Donnerstag ist „Annahmeschluss“ für mögliche Bewerber.

Das sind bisher die Kandidaten für die Wahl zum Neubrandenburger Oberbürgermeister: Obere Reihe von links: Torsten Koplin (Linke), Diana Kuhk (CDU), Michael Nötzel (parteilos), Untere Reihe von links: Manfred Pawlowski (FDP), MIchael Stieber (SPD), Silvio Witt (parteilos)
Sebastian Haerter, NK-Archiv Das sind bisher die Kandidaten für die Wahl zum Neubrandenburger Oberbürgermeister: Obere Reihe von links: Torsten Koplin (Linke), Diana Kuhk (CDU), Michael Nötzel (parteilos), Untere Reihe von links: Manfred Pawlowski (FDP), MIchael Stieber (SPD), Silvio Witt (parteilos)

Das Ringen ums Amt des Oberbürgermeisters verspricht immer spannender zu werden. Einen Tag vor Ablauf der Bewerbungsfrist am Donnerstag bestätigten am Mittwoch zwei weitere Kandidaten ihr Interesse, Stadtoberhaupt in Neubrandenburg zu werden. Kein Witz: Auch der bekannte Stadtkabarettist Silvio Witt hat in dieser Woche seine Bewerbungsunterlagen abgegeben. Der 36-Jährige will im OB-Wahlkampf mitmischen. Er ist in Neustrelitz geboren, in Groß Nemerow aufgewachsen und lebt seit Jahren in der Viertorestadt. Witt ist gelernter Bankkaufmann, studierter Diplombetriebswirt und gehört keiner Partei an. Er bezeichnet sich selbst als freier Unternehmer und arbeitet hauptsächlich als Kabarettist, Moderator und freier Journalist.

Witt meint Kandidatur ernst

Seine Kandidatur sei vollkommen ernsthaft gemeint, betont Witt – auch wenn man wegen seiner Vorgeschichte, aus der eine gewisse Popularität in der Stadt resultiert, anderes vermuten könnte. Neubrandenburg sei eine Stadt mit enormen Möglichkeiten und einer großen Vielfalt. Er wolle diese künftig aktiv mitgestalten, sagt er. Seine große Stärke sieht er in seiner Parteiunabhängigkeit und in seiner guten Vernetzung in der Stadt. Diese würde es ihm erlauben, ergebnisoffener und sachbezogener als andere Kandidaten zu agieren. Über Erfahrungen in politischen Ämtern verfügt er noch nicht.

FDP nominiert Manfred Pawlowski

Aber auch die FDP sorgt auf den letzten Metern vor dem Schließen des Wahlbüros noch für eine Überraschung. Am Montag hat der Stadtverband mit großer Mehrheit Manfred Pawlowski als seinen OB-Kandidaten nominiert. Pawlowski ist 57 Jahre alt, verheiratet, Vater eines Sohnes und Großvater zweier Enkelkinder. Er wurde in Pasewalk geboren, lebt aber schon seit Jahrzehnten in Neubrandenburg. Pawlowski ist gelernter Schlosser und Kaufmann, zurzeit arbeitet er als Hausmeister für einen großen Neubrandenburger Vermieter. Der FDP gehört er seit sieben Jahren an. Einige kommunalpolitische Erfahrung sammelte er als sachkundiger Bürger in der Ausschussarbeit. Über seine Absichten will er noch nichts verlauten lassen. Er wartet den 7. Januar ab. Dann wird der Wahlausschuss der Stadt offiziell darüber befinden, ob die Kandidaten sich ordnungsgemäß angemeldet haben und für die Wahl zugelassen sind.

Vor den beiden neuen Bewerbern hatten bereits Diana Kuhk (CDU), Torsten Koplin (Die Linke), Michael Stieber (SPD) und Michael Nötzel als parteiloser Einzelkandidat ihr Interesse am Amt des Oberbürgermeisters bekundet.

Weiterführende Links

Kommentare (5)

dazwischen ist eine vernünftige alternative nicht in Sicht. Hatte es mir so sehr gehofft das ein italienischer Kandidat auch dabei ist. Nach seinem epochalen Erfolg in der Stadtvertreter Wahl, wäre das eine schöne Abwechselung. Und wenn schon Mafiastrukturen in der Stadt dank den Parteiem haben warum dann nicht gleich von der echten. Schlimmer kann es wohl kaum noch kommen. Und der klüngel in den Stadtkinzernen wird schon von den Kandidaten gut bedient werden. Gewinnen tut der der gut schmiert.

...Sie das mit der "echten Mafia" ironisch und nicht Ernst gemeint haben. Ansonsten bitte ich Sie, unsere Nutzungsbedingungen zu beachten. Vielen Dank!

Natürlich ist es ironisch gemeint.

Grosse Töne spucken und behaupten, dass alle unfähig sind ist natürlich viel einfacher als sich selber um diesen Posten zu bewerben um es besser zu machen. Aber dafür fehlt dann meistens der Wille oder entsprechende Qualifikationen oder sogar beides.

... und weil so manchem Bürger die gewisse Qualifikation für den Bürgermeisterposten fehlt, bewirbt er sich nicht. Wenn es jemand dennoch tut, muss man das nicht unbedingt gutheißen. Und seinen Unmut wird man wohl äußern dürfen...